Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Gewitter

Navigation:
Gasstation: 1-Euro-Angebot an die Avacon

Lehrte Gasstation: 1-Euro-Angebot an die Avacon

Das Tauziehen um die von der Avacon geplante neue Gasstation am südlichen Ortseingang Steinwedels ist um eine Facette reicher. Die Besitzerin eines Grundstücks südlich der Kreisstraße 123 bietet dem Energieversorger dort ein Gelände von 700 Quadratmetern an - zum symbolischen Preis von 1 Euro.

Voriger Artikel
Schulentwicklung: Rot-Rot-Grün setzt sich durch
Nächster Artikel
Autodiebe stehlen VW Sharan und Lieferwagen

Eine neue Gasstation an dieser Stelle nödlich der Kreisstraße am Ortseingang? Die Steinwedeler sagen dazu nein.

Quelle: Achim Gückel

Steinwedel. Die frühere Steinwedelerin und ihr Mann, Christa und Christian Varchmin, wollen mit dem außergewöhnlichen Angebot ein Vorhaben verhindern, das vielen Steinwedelern derzeit die Zornesröte ins Gesicht treibt: Den Bau der neuen Avacon-Gaststaiton auf der nördlichen Seite der Kreisstraße. Dort würde sie direkt vor dem idyllischen Dorfseingang stehen und das Ortsbild massiv stören, meinen die Steinwedeler. Südlich der Straße, auf dem Gelände des Ehepaars Varchmin, sei das anders. Dort störe sie niemanden.

Christian Varchmin hat sein Angebot an die Avacon unlängst im Steinwedeler Ortsrat öffentlich vorgestellt. Dabei bezifferte er den Wert der Fläche, die nun zum Symbol-Betrag den Eigentümer wechseln könnte, mit 35.000 Euro. "Das ist dann mehr oder weniger ein Geschenk an die Bürger von Steinwedel. Vielleicht merkt die Avacon dann, dass die Steinwedeler die Gasstation am bisher geplanten Standort wirklich nicht wollen", sagte Varchmin, der viele Jahre in dem Dorf wohnte, nun aber in Bad Zwischenahn lebt. Außer dem einen Euro solle die Avacon als Gegenwert für das Grundstück allerdings noch eine Spende an die Krippe oder die Kita der St.-Petri-Gemeinde in Steinwedel machen.

Im Ortsrat wurde das Angebot mit viel Wohlwollen aufgenommen. "Das wäre ein echtes Geschenk für den Ort", sagte Ortsbürgermeister Jens Utermann. Udo Rösler, Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Gasstation auf der Nordsteite der Kreisstraße, appellierte indes an den Energieversorger, "nicht nur betriebswirtschaftlich" zu denken und die Bürger von Steinwedel in die Planungen mit einzubeziehen.

Mittlerweile hat es auch schon eine schriftliche Antwort der Avacon an das Ehepaar Varmin gegeben. Darin ist von einer geplanten, aber leider verschobenen Informationsveranstaltung in Steinwedel die Rede. Im Übrigen sei der Projektleiter erkrankt, und man sei gewillt, mit den Bürgern einen größtmöglichen Konsens zu erreichen. Das betont auch Ralph Montag, Sprecher des Unternehmens. Noch sei keine endgültige Entscheidung über den Baugrund für die Gasstation gefallen. Das Angebot des Ehepaars Varchmin nehme man nun aber "mit in den Suchprozess". Eine kurzfristige Entscheidung sei aber nicht zu erwarten, betont Montag.

Die Avacon möchte gern die vorhandene, alte Gasstation auf der Nordseite der Kreisstraße, unweit der Auebrücke, durch einen Neubau ersetzen. Dazu sind großflächige Aufschüttungen nötig, damit die neue Anlage auch vor Hochwasser der Aue sicher ist. Die Bürgerinitiative befürchtet auch, das offene Rohrleitungen das Ortsbild verschandeln könnten.

Einen Bauantrag für das Projekt hat die Avacon bereits bei der Stadt eingereicht. Das bestätigte Volker Kemmling, Leiter des Fachdienstes für Grünplanung und Umwelt, im Ortsrat. Man habe den Antrag aber vorerst abgewiesen, weil wichtige Angaben fehlten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6y1i3v85w461c8z2afwr
Gemeinde muss Fest in Turnhalle feiern

Fotostrecke Lehrte: Gemeinde muss Fest in Turnhalle feiern