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Umland Lehrte Nachrichten Hochsaison für Blechlawinen
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18:41 16.09.2013
Baustelle A2: In der Nähe der Anschlussstelle Lehrte erneuern Bauarbeiter große Teile der Mittelleitplanke. Quelle: Achim Gückel
Lehrte

Staus auf der Autobahn beschäftigen Lehrte dieser Tage noch öfter als sowieso schon. Der Grund: In der Nähe der Anschlussstelle Lehrte werden große Teile der Mittelleitplanke erneuert. Dafür sind in beiden Fahrtrichtungen die dritten Spuren gesperrt, die Autos werden mit Tempo 60 an den Wanderbaustellen vorbeigeleitet. Die Folge sind oft Staus - und dann weichen unzählige Fahrer über Lehrte und Burgdorf aus. Und in Lehrte stehen rund um den Kreisel an der Germaniastraße allein schon wegen der Baustelle an der Manskestraße genervte Autofahrer Stoßstange an Stoßstange.

Die Erneuerung der Leitplanken auf der A2 soll am 4. Oktober abgeschlossen sein, sagt Julia Fundheller, stellvertretende Leiterin der Niedersächsischen Straßenbaubehörde für den Geschäftsbereich Hannover. Bis dahin steht zu befürchten, dass sich noch viele Blechlawinen durch Lehrte und Burgdorf wälzen.

Wenn das überstanden ist, droht alsbald die nächste Stauwelle. Denn ab Mitte Oktober sollen die Vorbereitungen für die Schaffung einer vierten Spur auf der A2 beginnen: Die Standstreifen werden zur Fahrspur umfunktioniert.

Das ist allerdings leichter gesagt als getan: Der Bund muss dafür unter anderem auf jeder Seite jeweils drei Nothaltebuchten bauen sowie die elektrische Beschilderung und das Verkehrsleitsystem aufwendig umrüsten. Die vierten Spuren können laut Fundheller „vielleicht Ende 2014“ freigegeben werden, genau lasse sich das derzeit nicht sagen.

Bis Ende des Jahres will die Straßenbaubehörde die Fahrtrichtung Berlin für die Vierspurigkeit umgebaut haben, im Frühjahr 2014 ist die andere Seite dran. Dann wird der Verkehrsfluss erneut wegen der Baustellen eingeschränkt werden - weshalb weitere Staus drohen.

Ob die vierte Autobahnspur Lehrte zukünftig entlasten wird, indem sie Staus verhindert, ist für Lehrtes Stadtsprecher Fabian Nolting fraglich: Weil mit dem Bereich zwischen Lehrte und dem Kreuz Hannover-Ost nur ein Teil der hochfrequentierten Strecke vierspurig werde, „erwarten wir nicht den großen Sprung im Sinne einer Entflechtung“, sagt er. „Wir hoffen aber auf eine geringfügige Entlastung.“

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