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Umland Lehrte Nachrichten Backhausstraße: Anwohner kritisieren Stadt heftig
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00:30 19.04.2018
An der Backhausstraße in Ahlten rumort es unter den Anrainern. Quelle: Archiv
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Ahlten

 Der Ausbau der Backhausstraße soll fast 50 Prozent teurer werden als ursprünglich gedacht. Das schockt viele der dortigen Grundstückseigentümer. 13 Anrainer haben jetzt eine Interessengemeinschaft gegründet und in einem Schreiben an die Stadt Vorwürfe geäußert sowie Forderungen aufgestellt. Die Ahltener kritisieren unter anderem die Informationspolitik der Behörden. Aus dem Rathaus kommt indes der Verweis auf den für Mittwoch, 18. April, geplanten Informationsabend. Dort wolle man allen Anwohnern die Möglichkeit geben, sich zur selben Zeit auf denselben Erkenntnisstand über das Straßenbauprojekt zu bringen.

Erste Verärgerung über das Vorhaben, das anfangs mit 883.000 Euro kalkuliert wurde, hatte es schon in der Planungsphase Ende vergangenen Jahres gegeben. Dann folgte im Januar die stark kritisierte Fällung der ortsbildprägenden Zierkirschbäume an der Backhausstraße. Vor rund einem Monat wurde schließlich klar, dass die Kosten für den Ausbau um rund 400.000 Euro steigen. Schuld daran war eine „überdurchschnittliche Kostensteigerung“ bei allen Angeboten der Ausschreibung, hieß es damals seitens der Stadt. Es folgten Verärgerung bei Anwohnern und Kritik der CDU-Ortsratsfraktion. Ortsbürgermeisterin Heike Koehler sprach von einer „wirklich harten Nummer“ und einer drohenden Klagewelle.

Die rund 80 Grundstückseigentümer an der Backhausstraße werden bei der Sanierung über die Ausbaubeiträge mit zur Kasse gebeten. Sie tragen 50 Prozent der Kosten für den Straßenausbau und 30 Prozent der Kanalsanierung. Wie viel Geld das für jeden Einzelnen sein wird, ist erst nach einer Abrechnung am Ende des Ausbaus klar. In einer ersten Anliegerversammlung, noch vor der Kostensteigerung, war jedoch einem Anlieger mit einem 1000-Quadratmeter-Grundstück die Summe von rund 15.000 Euro genannt worden. 

Die Interessengemeinschaft der Anrainer äußert nun Forderungen. Sie bittet um „absolute Transparenz“ im gesamten Verfahren und moniert, dass die Stadt mehreren Anliegern auf deren Bitten nach Auskünften nicht nachkomme. Rathausmitarbeiter gäben teils „widersinnige, sinnverdrehende oder hinhaltende Antworten“, heißt es in dem Brief der Gruppe. Die Interessengemeinschaft fordert für den Infoabend außerdem schriftliche Unterlagen, in denen die Kostensteigerungen begründet werden. Ebenso bitten die Bürger um eine Erläuterung des Ausschreibungsverfahrens.

Für einige Anwohner sei der Ausbau der Backhausstraße wegen der zu erwartenden Kosten ein „existenzielles Problem“, heißt es in dem von Heinrich Rasche unterzeichneten Brief weiter. Daher hätten die Anwohner einen „selbstverständlichen Anspruch“, früh und umfassend ins Bild gesetzt zu werden. Alles andere leiste Spekulationen Vorschub.

„Wir haben den Brief zur Kenntnis genommen“, sagt Fabian Nolting, Sprecher der Stadtverwaltung. Man hoffe darauf, am Mittwochabend „in sachlicher Debatte und mit allen betroffenen Bürgern gleichzeitig“ über die Angelegenheit reden zu können. Alle Fragen sollen dabei offen beantwortet werden. Dass im Vorfeld Anfragen einzelner Anwohner nicht beantwortet wurden, sei nicht verwerflich. „Es sollen alle zur selben Zeit die gleichen Erkenntnisse erhalten“, sagt Nolting. Das gelte für die Kosten ebenso wie für das Ausschreibungsverfahren.

Von Achim Gückel

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