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14:04 23.02.2018
Vorsicht vor Trickbetrügern am Telefon. Quelle: Achim Gückel
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Bilm

Im Sehnder Stadtgebiet ist es in den vergangenen Wochen zu einer Häufung von Betrugsversuchen gekommen, bei denen ein Telefonanrufer vorgab, Polizist zu sein. Speziell in Bilm versuchten die Kriminellen ihr Glück. Die echte Polizei warnt jetzt ausdrücklich davor, den Betrügern auf den Leim zu gehen und ihren telefonischen Anweisungen Folge zu leisten. Warum es ausgerechnet in Bilm zu einer Häufung der Anrufe kam, ist unklar.

Der Schock sitzt bei der Frau aus Bilm tief. Denn bis sie merkte, dass der Anrufer sie austricksen wollte, verging einige Zeit. „Ich habe erst ernsthaft geglaubt, das stimmt alles, was der Mann erzählt und habe mir seinen ganzen Quatsch angehört“, sagt sie. Als „Hauptkommissar Franz Beck“ habe sich der Unbekannte am Telefon vorgestellt und dann eine furchteinflößende Geschichte aufgetischt. In Bilm seien Einbrecher unterwegs, man habe bereits einen Mann ohne festen Wohnsitz kontrolliert. Und dieser habe Geld und Goldbarren sowie eine handschriftlich verfasste Liste bei sich gehabt, auf der auch der Name der Bilmerin verzeichnet sei. All das lasse darauf schließen, dass die Frau im Visier von Einbrechern sei. Um dem Diebstahl vorzubeugen, könne sie ihre Wertgegenstände aber bei der Polizei abgeben, behauptete der Betrüger. Man könne dafür sogar jemanden an ihre Haustür schicken.

Die Bilmerin fiel jedoch nicht auf die miese Masche herein. Sie sei aber nach diesemAnruf zutiefst geschockt gewesen, sagt sie. Und das umso mehr, weil auf dem Display ihres Telefons für den Anruf des Betrügers die Vorwahl Sehndes und die Durchwahl 110 aufgetaucht seien. Die Bilmerin rief die Polizei in Sehnde an und hörte dort, dass sie nicht die Erste war, bei der Betrüger die Masche versucht hatten. Von mehr als zehn Fällen in zwei Wochen sei die Rede gewesen.

Mario Mantei, Chef des Ermittlungsdienstes beim Polizeikommissariat Lehrte, kann das bestätigen. Anrufe wie von der Bilmerin beschrieben habe es in dem Dorf, aber auch im gesamten Sehnder und Lehrter Stadtgebiet unlängst gegeben. Mantei warnt ausdrücklich davor, auf die Forderungen der Anrufer einzugehen. Und auf gar keinen Fall solle man an der Haustür einem Unbekannten Geld oder Wertgegenstände aushändigen. Mantei spricht auch davon, dass die Betrüger ihre fingierten Namen wechselten – von Franz Beck oder Beckmann hin zu anderen seriös klingenden Namen.  Noch sei aus dem Sehnder und Lehrter Stadtgebiet aber kein Fall bekannt, bei dem in jüngster Zeit ein Betrugsversuch mit einem falschen Polizisten geklappt hätte.

In Hannover hatte ein Trickbetrüger erst in der vergangenen Woche 39 000 Euro von einem 69-Jährigen ergaunert. Der unbekannte Anrufer hatte sich am Telefon als „Herr Becker“ ausgegeben. Zur Geldübergabe an eine als „Staatsanwalt Finke“ bezeichnete Kontaktperson kam es am Kantplatz. Und im Januar hatte eine Seniorin in Hannover als Folge der gleichen Masche 8000 Euro eingebüßt.

Von Achim Gückel

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