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Jugendplätze stehen auf dem Prüfstand

Lehrte Jugendplätze stehen auf dem Prüfstand

Sind Jugendplätze noch zeitgemäß? Diese Frage stellen sich aktuell Stadtverwaltung und Kommunalpolitik. Der Treffpunkt für Jugendliche Am Pfingstanger wurde bereits abgeschafft.

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Der Jugendplatz am Bolzplatz an der Iltener Straße sieht nicht mehr einladend aus. Laut Stadtverwaltung wird er aber noch genutzt.

Quelle: Patricia Oswald-Kipper

Lehrte.  Sind Jugendplätze noch zeitgemäß? Diese Frage stellen sich aktuell Stadtverwaltung und Kommunalpolitik. Der Treffpunkt für Jugendliche am Pfingstanger wurde im Dezember bereits entfernt.

Vor rund zehn Jahren setzte der damalige städtische Jugendpfleger Dietmar Zimmeck neben den Jugendtreffs in der Kernstadt und den Stadtteilen auf die sogenannten Jugendplätze. Es müsse in Lehrte Treffpunkte geben, an denen sich Jugendliche unverbindlich und unbeobachtet treffen könnten, hieß es damals. Bis Ende vergangenen Jahres verfügte die Kernstadt noch über zwei solcher Plätze. Der Platz am Pfingstanger, der aus einem kleinen Unterstand in Form eines Bushaltehäuschens bestand, wurde im Dezember von der Stadt demontiert.

Der Platz sei in den vergangenen Jahren oft arg vermüllt gewesen, erklärte Elenor Algner-Habermann vom Fachdienst Jugend und Soziales im Jugendhilfeausschuss. Jugendliche hätten sich dort kaum noch getroffen, der Platz mit dem Unterstand aus Holz sei zweckentfremdet worden. So hinterließen dort parkende Lastwagenfahrer ihren Müll. Auch mit Fäkalien sei der Platz verunreinigt gewesen, weiß Stadtsprecher Fabian Nolting. 

Einen Ersatz zu schaffen, sei momentan nicht vorgesehen, sagte Algner Habermann in der Sitzung. Im Gegensatz dazu werde allerdings der Jugendplatz an der Iltener Straße gut genutzt. Der Platz sei in die Stadt besser eingebunden, er liege zentral in der Nähe von Schulen und Wohnhäusern und stehe in Verbindung mit dem dortigen Bolzplatz. Er soll in jedem Fall erhalten bleiben.

Einige Politiker zeigten sich in der Ausschusssitzung erstaunt, dass der Jugendplatz Am Pfingstanger ohne Ankündigung abgerissen wurde. SPD-Ratsherr Ekkehard Bock-Wegener forderte daraufhin die Stadt auf, alternative Standorte für einen neuen Jugendplatz in der Kernstadt zu prüfen. 

Laut Stadtsprecher Fabian Nolting, soll das Thema in der nächsten Jugendhilfeausschussitzung am 5. März auf den Tisch. Sozialpädagogin Jana Demuth, die bei der Stadt für mobile Jugendarbeit zuständig ist, werde dazu berichten. Klar sei jedoch, dass an der Stelle Am Pfingstanger „kein neuer Treffpunkt eingerichtet wird“, so Nolting. Der Platz sei hinsichtlich seiner etwa abgelegenen Lage für diese Nutzung sehr unglücklich gewählt gewesen. 

Von Patricia Oswald-Kipper

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