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Entscheidung über den Wochenmarkt rückt näher

Lehrte Entscheidung über den Wochenmarkt rückt näher

Verbleib an der Matthäuskirche oder Umzug vor das City-Center? Die Entscheidung über den künftigen Standort des Lehrter Wochenmarkts rückt näher. Am 21. Februar hat der Rat das letzte Wort.

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Die Debatte über den richtigen Platz für den Lehrter Wochenmarkt steht kurz vor ihrem Abschluss.

Quelle: Archiv

Lehrte.  Das Thema hat sich in den vergangenen Wochen zum echten Aufreger in der Kernstadt gemausert: Soll der Wochenmarkt von der Matthäuskirche vor das City-Center an der Burgdorfer Straße umziehen? Die Stadtverwaltung beantwortet diese Frage, ungeachtet lauter werdender Kritik, nach wie vor mit Ja. Und sie nennt nun auch den Termin für den ersten Markttag am neuen Standort. Der 21. April soll es sein. Exakt zwei Monate zuvor, am Mittwoch, 21. Februar, wird der Rat der Stadt endgültig über das Vorhaben abstimmen.

Die Debatte um einen Umzug des Wochenmarkts am Sonnabend hat schon vor fast zwei Jahren begonnen. Der Betreiber des Markts, die Attraktive Wochenmärkte GmbH, befürwortet den Schritt und hat das jetzt auch erneut offiziell mitgeteilt. Sie wolle gern unter den geänderten Rahmenbedingungen als Vertragspartner zur Verfügung stehen, heißt es in einem Schreiben der Gesellschaft an die Stadt. Offen ist indes, ob sie auch dauerhaft für den Standort an der Matthäuskirche zur Verfügung stehen würde. Dort werde der Wochenmarkt schleichend niedergehen, hatten Vertreter des Unternehmens in der Vergangenheit stets betont. Es fehle die nötige Kundefequenz. In einer Umfrage unter den Händlern hatten sich elf für einen Umzug vor das City-Center ausgesprochen, vier dagegen.

In der Lehrter Bevölkerung scheint die Meinung zum Umzug anders ausgeprägt zu sein. Jüngst gab es eine Welle von Protesten gegen den Umzug, insbesondere von Kunden des Wochenmarkts an der Matthäuskirche sowie dortigen Geschäftsinhabern. Bessere Umsätze seien auch am neuen Standort nicht garantiert, argumentierten sie. Auch die Pastorinnen der Matthäusgemeinde, Beate Gärtner und Gesa Steingräber-Broder, formulierten einen offenen Brief an die Stadt und baten darin, den Markt an seiner angestammten Stelle zu belassen. Markt und Kirche gehörten einfach zusammen.

In Lehrter Gruppen auf Facebook wird das Thema ebenfalls heiß diskutiert. Während mancher dem Markt an seinem alten Platz keine Zukunftschancen einräumt, wehren sich andere gegen die Verlegung. Vor dem City-Center sei kein Platz für Erweiterungen, dort drohten Verkehrsprobleme und Ärger mit Anwohnern wegen des Lärms beim Aufbau der Stände. Bei einer Anwohnerversammlung zu dem Thema Ende November hatte es ebenfalls kontroverse Meinungen gegeben. Vorbehalte der Anwohner an der Burgdorfer Straße wurden dabei aber nicht laut. 

Die Verwaltung betont jetzt erneut, dass es für den Umzug keine unüberwindlichen Hindernisse gebe. Vor dem City-Center sei ausreichend Platz für 16 Marktstände, eine Skizze, wie diese angeordnet werden könnten, existiert bereits. Stromanschlüsse seien ausreichend vorhanden, Toiletten gebe es im nahe gelegenen Parkhaus, Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs seien nicht zu erwarten, und auch die Bushaltestelle vor dem City-Center könne während der Marktzeit uneingeschränkt genutzt werden.

Politische Beratungen über den Umzug des Wochenmarkts wird es in der kommenden Woche noch mehrfach geben – erstmals am Montag, 19. Februar, ab 17 Uhr im Bauausschuss, dann tags darauf ebenfalls ab 17 Uhr im Haushaltsausschuss. Beide Gremien tagen im Sitzungszimmer des Rathauses. Der Rat fällt die endgültige Entscheidung dann am Mittwoch, 21. Februar, ab 18 Uhr im Kurt-Hirschfeld-Forum. Zumindest die Marschroute der SPD scheint bereits festzustehen. Der Vorstand der Kernstadt-Abteilung hatte unlängst betont, er wolle dem Willen der Mehrheit unter den Händlern folgen und sei für den Umzug des Markts an das City-Center.

Von Achim Gückel

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