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Nachrichten Eisglätte: Viele Autos geraten ins Rutschen
Umland Lehrte Nachrichten Eisglätte: Viele Autos geraten ins Rutschen
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00:41 03.03.2018
Die Berliner Allee ist nach zwei Unfällen im Bahntunnel in Richtung Norden gesperrt. Quelle: Achim Gückel
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Lehrte

 Glatte Straßen, zu hohes Tempo, viele Blechschäden an Autos und Polizeistreifen im Dauereinsatz: Die frostigen Temperaturen der vergangenen Tage und die schwierigen Straßenverhältnisse haben in Lehrte zu einer ganze Reihe von Verkehrsunfällen geführt. Allein am Dienstag wurde die Polizei zu elf Karambolagen gerufen. Wie oft es außerdem krachte, ohne dass die Ordnungshüter gerufen wurden, ist unklar. Verletzte gab es zum Glück nicht.

Besonders viele Unfälle gab es auf der Landesstraße 385 zwischen Lehrte und Ahlten sowie auf der Lehrter Westtangente. Dort rutschten allein am Dienstagnachmittag mehrere Fahrzeuge von der Fahrbahn in den Graben. Gleich zwei Karambolagen innerhalb kürzester Zeit ereigneten sich am Mittwochvormittag auf der Bahnunterführung der Berliner Allee. Dort musste die Fahrbahn in Richtung Poststraße sogar für rund eine Dreiviertelstunde gesperrt werden.

„Viele Straßen waren extrem glatt“, erklärt Mario Mantei, Sprecher des Lehrter Polizeikommissariats. Insbesondere an jenen Stellen, wo eisiger Wind über den frisch gefallenen Schnee fegte, seien Fahrbahnen am Dienstagnachmittag zu Rutschbahnen geworden. Gleiches galt am Mittwochvormittag auch für die Bahnunterführung der Berliner Allee. „Spiegelglatt“ sei es dort gewesen, sagte ein Polizeibeamter, als sich gegen 11 Uhr innerhalb kürzester Zeit gleich zwei Unfälle hintereinander ereigneten. Beim ersten rutschte ein Auto auf einen im Stau vor der Ampel haltenden Wagen. Kurz darauf verlor der Fahrer eines Kleinwagens die Kontrolle über sein Fahrzeug, als er abbremsen wollte, das Auto dann aber nach links von der Fahrbahn ausbrach und gegen den Brückenpfeiler krachte. Während der Aufräumarbeiten an beiden Unfallstellen musste die Hauptverkehrsader im Herzen Lehrtes gesperrt werden.

Der Winterdienst kommt erst spät: Auf spiegelglatter FAhrbahn ereignene sich auf der BErlienr Allee zwei Unfälle kurz hintereinander. Quelle: Achim Gückel

Kritik gibt es nun an den Streudiensten. Diese hätten Lehrtes Hauptverkehrsstraßen am Dienstag und Mittwochvormittag vernachlässigt, beklagte eine Autofahrerin gegenüber dieser Zeitung. Dem widerspricht Fabian Nolting, Sprecher der Stadtverwaltung. „Alle verfügbaren Kräfte sind im Einsatz“, sagt er. Man tue alles, was möglich ist. Wohl aber habe die Straßenmeisterei Burgdorf einige Mühe gehabt, mit dem Abstreuen der Landes- und Bundesstraßen hinterher zu kommen. Daher seien die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs Lehrte kurzfristig eingesprungen, sagt Nolting.

Beim Winterdienst gehe man außerdem nach einer Prioritätenliste vor. Besonderes Augenmerk liege zunächst auf Strecken mit Problemstellen, etwa Brücken oder Unterführungen. Die Arbeit beschränke sich auch nicht allein auf den Einsatz von Streu- und Räumfahrzeugen, betont der Sprecher. Es seien auch stets Mitarbeiter unterwegs, die per Hand auf Zebrastreifen und Übergängen sowie vor Schulen und Kindergärten streuten.

Hinzu komme ein Problem mit den Streumitteln. Das üblicherweise verwendete Streusalz wirke bis zu 11 Grad unter Null. Gehe die Temperatur noch weiter nach unten, und das war in der Nacht zum Mittwoch der Fall, müsse man kurzfristig auf Splitt oder Sand umrüsten.

Von Achim Gückel

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