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00:32 03.03.2018
Von diesen Windenergieanlagen südlich der Bahntrasse und nördlich der Schwüblingser Straße  will die Bürgerwind Arpke-Schwüblingsen GmbH & Co. KG ein Windrad repowern. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
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Schwüblingsen

 In der Schwüblingser Gemarkung entsteht in diesem Jahr eine 3,3-Megawatt-Windenergieanlage (WEA). Investor ist die Bürgerwind Arpke-Schwüblingsen GmbH & Co. KG, die 24 Grundeigentümer, darunter acht Landwirte, aus Schwüblingsen, Arpke und Sievershausen gegründet haben. Gemeinsam investieren sie in den Bau der neuen WEA. Dafür wird eines der alten und niedrigeren Windräder auf der Fläche zwischen Bahntrasse und Schwüblingser Straße abgerissen. 

Die neue WEA wird vom Boden bis zur Flügelspitze 192 Meter messen, wobei der Turm inklusive der Gondel eine Höhe von 128 Metern haben wird. Diese Zahlen nennt Holger Hennies, Sprecher der Bürgerwind Kommanditgesellschaft. Das Windrad wird eine Leistung von 3,3 Megawatt haben und rund fünf Millionen Euro kosten.  Einen Anteil von zehn Prozent wollen die Gemeindebetriebe, eine 100-prozentige Tochter der Gemeinde, erwerben.

Hennies begrüßt die Beteiligung der Gemeinde, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausdrücklich vorsieht. Denn sie habe als einzige, die Voraussetzungen für den Bau höherer und damit leistungsstärkerer Windräder geschaffen. In der Stadt Lehrte sei die Gesamthöhe nach wie vor auf 100 Meter begrenzt, sagt Hennies. Beteiligen kann sich nur die Kommune, auf deren Gebiet eine Bürgerwindmühle entsteht. Allerdings steht es ihr frei, einen Anteil zu kaufen oder eben nicht. Bürgermeister Werner Backeberg: „Das passt zu unserer Politik, die Nutzung erneuerbarer Energien auszubauen.“ Den Gemeindebetrieben gehört im Windpark Uetze-Nord bereits ein komplettes Windrad, das sie von der Edemisser Unternehmensgruppe Windstrom 2017 gekauft hat. 

Windstrom ist auch der Projektierer der Bürgerwindmühle. „Wir haben alles zusammen, was wir benötigen“, erklärt Hennies.  Alles, das ist: die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG), der Zuschlag der Bundesnetzagentur, Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen, und die Finanzierung des Projekts. „Ab 1. Juli soll das alte Rad abgerissen werden“, kündigt Hennies an. „Ab 1. August werden die Bauarbeiten beginnen, sodass wir Ende des Jahres ans Netz gehen können – so ist es zumindest geplant.“ Errichtet wird eine Anlage der Firma Vestas. Sie zeichnet sich durch ihren schlanken Turm aus, der nur aus Stahlröhren besteht. Sie wird laut Hennies baugleich der Anlage sein, die die Firma Windstrom 2017 im Windpark Oelerse errichten ließ. Dort wurden drei Anlagen abgerissen und durch zwei Enercon-Räder sowie eine Vestas-WEA ersetzt. 

Vor drei Jahren haben die Arpker, Schwüblingser und Sievershäuser mit der Planung ihrer Bürgerwindmühle begonnen. Es soll nicht das einzige Projekt bleiben. Hennies: „Wir prüfen derzeit, wo eine weitere WEA gebaut werden kann, an der sich noch weitaus mehr Interessenten beteiligen können. Das haben wir vor drei Jahren gesagt und das wollen wir einhalten.“

Von Anette Wulf-Dettmer

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