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00:44 20.04.2018
Beim Zeltlager am Röderhof entsteht Lagerfeuer-Romantik. Quelle: privat
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Sehnde/Lehrte

Eine runde Zahl steht im Mittelpunkt der katholischen Pfarrgemeinden St. Bernward Lehrte und St. Maria Sehnde. Zum 70. Mal fahren Jugendliche von Sehnde aus im Sommer zu einem Zeltlager auf dem Gelände der Heimstatt Röderhof, einer Behinderteneinrichtung des Bistums Hildesheim in der Gemeinde Diekholzen. Im Jahr 1951 waren zum ersten Mal Sehnder Jugendliche mit dem damaligen Pfarrer Joseph Noppes zum Röderhof aufgebrochen – damals noch per Zug. Wie es zu der Zeit üblich war, übernachteten Jungen und Mädchen streng getrennt. Die Jungen nächtigten in Zelten auf einer Obstwiese, während die Mädchen in einer nahen Feldscheune schliefen. Seit der ersten Freizeit vor 67 Jahren war jedes Jahr der Röderhof das Ziel des Zeltlagers. Inzwischen gehören die Sehnder Katholiken zur Lehrter Bernward-Gemeinde, sodass auch Lehrter Jugendliche daran teilnehmen.

Viel hat sich in den fast sieben Jahrzehnten geändert, wie man den Erinnerungen früherer Teilnehmer entnehmen kann. Während früher Kakao und Malzkaffee in den Waschkesseln gekocht wurden, in dem auch die Mittagsmahlzeiten zubereitet wurden, sorgt heute ein Team für abwechselnde Mahlzeiten, deren Zutaten in Kühlgefrierschränken und einem separaten Zelt lagern. Auch das Thema getrennt schlafen hat sich entspannt. Im Jahr 1986 stimmten der Pfarrgemeinderat und der damalige Pfarrer Paul Brendel dafür, dass Jungen und Mädchen gemeinsam auf dem Gelände übernachten durften. Heute ist es zu einer Selbstverständlichkeit geworden.

Eines ist aber bis heute gleich geblieben: Das Zeltlager hat weder einen Strom- oder Gasanschluss noch fließendes Wasser. Das Nass, mit dem gekocht und gewaschen wird, kommt per Autoanhänger in einem 500-Liter-Tank von einer Zapfstelle, die in einem Kilometer Entfernung liegt.

Das 70. Zeltlager findet vom 30. Juni bis zum 13. Juli statt. Das Lager, das in erster Linie für Kinder und Jugendliche von neun bis 15 Jahren gedacht ist, widmet sich vorrangig spielerischen und sportlichen Aktivitäten. Auf der Wiese neben dem Lager wird Fußball, Volleyball oder Schlagball gespielt. Weiterhin stehen Wanderungen, Fahrradtouren, Schwimmen und ein Flug mit einem Segelflugzeug auf dem Programm. Abends entsteht am Lagerfeuer eine gemütliche Atmosphäre mit dem Singen von Liedern, dem Erzählen von Geschichten oder dem Auftritt in selbstgemachten Shows. Eine Disco oder Nachtwanderungen sind ebenfalls geplant.

Geräte wie Radios, Fernseher oder Computer sind im Zeltlager tabu. Dazu gehören auch Smartphones, die lediglich die Betreuer für dienstliche Zwecke nutzen dürfen. Da das Zeltlager in die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft fällt, wird bei den Spielen der deutschen Mannschaft allerdings eine Ausnahme gemacht. In einer Scheune können die Spiele auf einer Großbildleinwand verfolgt werden.

Von Michael Schütz

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