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Tara Esdaile ist Lehrtes neue Jugendpflegerin

Lehrte Tara Esdaile ist Lehrtes neue Jugendpflegerin

Lehrte hat eine neue Stadtjugendpflegerin: Tara Esdaile hat die Elternzeitvertretung für Julia Michaelis übernommen. 

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Als Stadtjugendpflegerin will Tara Esdaile Jugendliche an der Neugestaltung der maroden Skateranlage im Schulzentrum Süd beteiligen.

Quelle: Katja Eggers

Lehrte.  Von Kanada über Haiti nach Lehrte: So ist der Lebensweg von Tara Esdaile, Lehrtes neuer Stadtjugendpflegerin, bisher verlaufen. In Kanada wurde sie geboren, in Haiti hat sie Projekte mit Kindern und Jugendlichen betreut und in Lehrte zum 1. Januar die Elternzeitvertretung für Julia Michaelis übernommen. 

Esdailes Vertrag läuft erst einmal bis Februar 2019. Bis dahin will sich die 32-Jährige vor allem zwei großen Themen widmen: der veränderten Schullandschaft und der Integration. „Immer mehr Schulen stellen derzeit auf Ganztagsbetrieb um, darauf müssen wir als Stadt mit zeitgemäßen Angeboten in der Jugendarbeit reagieren“, erklärt Esdaile.

Beim Thema Integration geht es ihr darum, sowohl Flüchtlingskinder als auch Kinder mit Beeinträchtigungen anzusprechen. Dazu will Esdaile unter anderem in Kontakt mit Jugendlichen aus Sprachlernklassen kommen.  „Ich möchte die Jugendlichen zum Beispiel animieren, bei der Neugestaltung der maroden Skateranlage auf dem Gelände des Schulzentrums Lehrte-Süd mitzuhelfen“, erklärt Esdaile. Eine erste Infoveranstaltung, bei der die Jugendlichen ihre Ideen und Vorstellungen einbringen können, ist für den 1. März geplant.

Für die kommenden Feriencard-Aktionen wünscht sich Lehrtes neue Stadtjugendpflegerin noch mehr Angebote, an denen auch Kinder mit Behinderungen teilnehmen können. „Da gibt es schon einige Aktionen, es könnten aber noch mehr werden“, findet Esdaile und hat bereits Vereine, Verbände und Institutionen eingeladen, solche Aktionen anzubieten.

In den gut fünf Wochen, die sie jetzt in Lehrte tätig ist, hat Esdaile zudem bereits Kontakte zu Verwaltung, Stadtjugendring, Kinder- und Jugendeinrichtungen und Schulsozialarbeitern geknüpft. Sie selbst kommt nicht aus dem Bereich Sozialpädagogik, sondern ist eher eine Quereinsteigerin, die für ihre neuen Aufgaben aber viel praktische Erfahrung aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mitbringt. Auf Haiti hat sie etwa Projekte entwickelt und geleitet, in denen sie Kindern über Spiele und Musik die Menschenrechte näher gebracht hat.

Studiert hat Esdaile Geschichts- und Politikwissenschaften. Auf ihren Bachelorabschluss sattelte sie noch einen Master in Human Rights auf. Zuletzt war sie bei der Region Hannover für die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge zuständig. Esdaile hat auch schon in mehreren Schulen gearbeitet und dort unter anderem ihre Muttersprache Englisch unterrichtet. Die gebürtige Kanadierin ist vor sechs Jahren der Liebe wegen nach Deutschland gekommen. Sie wohnt in Hannover, eigene Kinder hat sie (noch) nicht.

Von Katja Eggers

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