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Lehrte Anwohner klagen immer noch über Wildparker
Umland Lehrte Anwohner klagen immer noch über Wildparker
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16:43 13.07.2018
Derzeit noch abgeschlossen: Wenn die Pendler durch dieses Tor gehen könnten, wäre der Weg zum Bahnhof für sie deutlich kürzer. Quelle: Katja Eggers
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Hämelerwald

Die ewigen Diskussionen um das Wildparken am Bahnhof in Hämelerwald sind immer noch nicht zu Ende. Während die Stadt der Meinung ist, dass sich die Situation durch die neue Park-and-ride-Anlage an der Sternstraße und durch zusätzliche Beschilderung an der Hubertusstraße deutlich entschärft hat, klagen Anwohner immer noch über zugeparkte Nebenstraßen und Grundstückseinfahrten.

Die Öffnung zur Ladestraße könnte für Pendler den Fußweg vom neuen Park-and-ride-Parkplatz zum Bahnbereich verkürzen, meinen Ortsrat und Anwohner. Quelle: Grafik: Hakemeyer

Jetzt gibt es die Überlegung, ein bisher verschlossenes Tor in einem Zaun im hinteren Bereich des neuen Parkplatzes zu öffnen, um einen direkten Zugang zum Bahnbereich zu schaffen. „Pendler könnten den Weg zu den Gleisen abkürzen und parallel der Gleise die Ladestraße entlanggehen“, erklärt ein Sievershäuser, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, die Parksituation in Hämelerwald aber schon seit Jahren beobachtet. Der Rentner vermutet, dass Pendler am liebsten auf dem alten Parkplatz direkt am Bahnhof parken. „Und wenn sie dort nichts finden, parken sie lieber die Nebenstraßen zu, als zum etwas entfernt liegenden neuen Parkplatz zu fahren.“

Die Grundstückseinfahrten sind normalerweise häufig zugeparkt. In den Ferien hat sich die Situation etwas entspannt. Quelle: Katja Eggers

Das bestätigen auch Anwohner der Hubertusstraße. „In den Ferien ist es nicht ganz so schlimm, aber unsere Einfahrt wird regelmäßig zugeparkt, und für unser zweites Auto finden wir in den Nebenstraßen keinen Parkplatz, weil dort auch alles zugeparkt ist“, schimpft Sven Weinhold. Er hat Falschparker bereits mehrfach bei der Stadt gemeldet. Viele Pendler würden das aber in Kauf nehmen. Schon mehrfach habe es dann geheißen, dass sie nicht umparken könnten, weil sie ansonsten ihren Zug nicht mehr bekämen. Auch Weinhold würde es begrüßen, wenn das Tor zur Ladestraße geöffnet würde.

Den Vorschlag des Ortsrates, mit einem Durchbruch in der Wand einen direkten Zugang zum Bahnhof zu schaffen, will die Stadt noch prüfen. Quelle: Katja Eggers

Dieser Meinung ist auch Ortsbürgermeister Dirk Werner. Mit dem Ortsrat hatte er der Stadt vor einiger Zeit ein Konzept mit Vorschlägen vorgelegt. Unter anderem hatte der Ortsrat ein Parkverbot am Rand der Sternstraße, die Ausweisung als Anliegerstraße und Anwohnerparkplätze gefordert. Die Idee, im hinteren Bereich der neuen Park-and-ride-Anlage mittels eines Mauerdurchbruchs einen direkten Zugang zur Ladestraße zu schaffen, habe es ebenfalls gegeben. „Aber immer hieß es, dass das alles nicht geht – jetzt ist die Stadt am Zug“, sagt Werner.

Stadtsprecher Fabian Nolting erklärt, dass die Verwaltung einige Vorschläge noch prüfen werde. „Wir wollten aber noch abwarten, ob und wie sich das Nutzerverhalten ändert“, sagt er. Durch den neuen Parkplatz seien am Hämelerwalder Bahnhof vor eineinhalb Jahren immerhin 117 zusätzliche Parkplätze entstanden. Die Anlage werde gut genutzt. Zu einer Verbesserung habe auch die geänderte Beschilderung beigetragen, die im Bereich der Hubertusstraße nur noch das Parken in den dafür gekennzeichneten Flächen erlaube. Kontrollen vor Ort hätten ergeben, dass es für die Anwohner auch in den Nebenstraßen ausreichend Stellflächen gibt. Die nötigen Voraussetzungen für Anwohnerparkplätze seien nicht erfüllt.

Nolting betonte jedoch, dass die Stadt in engem Austausch mit dem Ortsrat weitere Möglichkeiten prüfen wolle. Im nächsten Schritt müsse nun etwa geklärt werden, wem das Tor zwischen neuem Parkplatz und Ladestraße gehöre und wie es sich dort mit der Wahrung der Verkehrssicherheitspflicht verhalte.

Von Katja Eggers

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