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Lehrte Selbsthilfe-Netzwerk bietet Sprechstunde in Lehrte
Umland Lehrte Selbsthilfe-Netzwerk bietet Sprechstunde in Lehrte
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14:54 25.02.2019
Kibis-Leiterin Rita Hagemann und Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk (von rechts) freuen sich über das neue Beratungsangebot in Lehrte. Quelle: Konstantin Klenke
Lehrte

„Vernetzung funktioniert am besten durch direkte Begegnung“, weiß Rita Hagemann. Dieses Credo setzt die Leiterin der Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle im Selbsthilfebereich (Kibis) mit ihrer Einrichtung nun verstärkt auch in Lehrte um: Nachdem ihre Beratungsstelle, die in Hannover beheimatet ist, im vergangenen Jahr Außenstellen in Neustadt und in der Wedemark eröffnete, ist die Kibis jetzt auch in Lehrte präsent. Bei der Eröffnungsfeier am Montagmittag kamen Hagemann und ihre Mitarbeiterinnen mit Vertretern der Stadtverwaltung und örtlicher Sozialverbände ins Gespräch.

Kibis erhält auch ehrenamtliche Unterstützung

Ab sofort bietet Kibis montags zwischen 10 und 12 Uhr eine Sprechstunde im Familienservicebüro der Stadt am Rathausplatz 2 an: Zwar wolle man „niemanden ohne Hilfe gehen lassen“, betonte Hagemann. Dennoch helfe Kibis den Menschen nicht unmittelbar aus gesundheitlichen oder sozialen Problemen heraus. Stattdessen gehe es den neun Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle vor allem um Hilfe zur Selbsthilfe: „Wir vermitteln also Menschen an Selbsthilfeangebote weiter, manchmal auch an professionelle Beratungsstellen – und wenn es noch kein passendes Angebot gibt, unterstützen wir Menschen bei der Gründung solcher Gruppen.“

Diese Form der Unterstützung bieten Hagemann und ihre acht Kolleginnen auch mithilfe Ehrenamtlicher an: Interessierte nehmen dazu für drei Wochenenden an einer Fortbildung für das bundesweite Ingangsetzer-Programm teil, um dann Selbsthilfegruppen bei der Gründung zu unterstützen.

Angebot wurde in Neustadt und der Wedemark positiv aufgenommen

In Neustadt und der Wedemark habe die Präsenz von Kibis sofort Wirkung gezeigt. „Das erhoffen wir uns hier in Lehrte auch“, sagte Hagemann. So seien in den Kommunen insgesamt drei neue Selbsthilfegruppen für Menschen mit Depressionen entstanden. Dass die Beratungsstelle ihr Angebot ausweiten konnte, hat sie höheren Fördergeldern der gesetzlichen Krankenkassen zu verdanken. „Wir freuen uns, auch außerhalb Hannovers sichtbarer zu werden“, betonte Hagemann.

Von Konstantin Klenke

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