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Lehrte Stadt soll Neubau einer Feuerwache prüfen
Umland Lehrte Stadt soll Neubau einer Feuerwache prüfen
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00:19 14.09.2018
Die Feuerwache am Borsigring soll erweitert werden. Quelle: Archiv
Sehnde

Die Erweiterung der Sehnder Feuerwache sorgt für Diskussion: Die Mehrheit der Mitglieder im Ausschuss für Brandschutz, Ordnung und Ehrenamt fordert, die Kosten für einen kompletten Neubau der Feuerwache am Sehnder Borsigring zu prüfen.

In der Sitzung im Rathaus am Montagabend wurde den Kommunalpolitikern von der Verwaltung das Raumprogramm für einen Anbau an die Feuerwache am Borsigring vorgestellt. Damit waren die Kommunalpolitiker parteiübergreifend einverstanden. Nur mit dem von der Stadtverwaltung empfohlenen Teilabriss der Feuerwache mit einem späteren Anbau zeigten sich Sozialdemokraten, Grüne und AfD nicht zufrieden. Sie forderten im Ausschuss mehrheitlich, als zweite Variante die Kosten für einen kompletten Neubau der Feuerwache zu ermitteln.

Da es sich um eine sehr große Investition handele, wolle man verschiedene Varianten, um abzuwägen zu können, sagte Ausschussvorsitzender Karl-Heinz Grun (SPD). Dem stimmte Max Digwa (SPD) zu. Er sieht die aktuellen Pläne der Stadtverwaltung kritisch. „Mit dem Anbau wird das ein sehr langer Baukörper. Die Laufwege für die Feuerwehrleute sind dann unter Umständen sehr lang“, sagte er. Zudem müsse der alte Teil des Gebäudes auch stark umgebaut und zusätzlich energetisch saniert werden. „Wir müssen das alte Gebäude sowieso einmal komplett anfassen, da ist ein kompletter Neubau vielleicht sinnvoller“, sagte Digwa.

Das kann Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke nicht ganz nachvollziehen. Die rund 40 Jahre alte Feuerwache sei noch gut in Schuss, Schäden gebe es nicht. „Warum soll man etwas abreißen, was noch in Ordnung ist – das ist doch nicht nachhaltig“, erklärte Lehrke im Gespräch mit dieser Zeitung. Zudem werde es schwierig, die Sehnder Ortsfeuerwehr während der Bauzeit mit allem Drum und Dran in ein neues Domizil zu verfrachten. „Das geht mit einem Teil, etwa mit dem Lager und einigen Gerätschaften, aber nicht mit einer kompletten Schwerpunktfeuerwehr, die einsatzfähig sein muss“, sagte Lehrke. Ein passendes Ersatzdomizil müsse erst einmal gefunden und dort die Voraussetzungen für eine komplette Feuerwehr geschaffen werden. „Auch da fallen Kosten an“, meinte Lehrke.

Lehrke rechnet mit einem Baustart nicht vor 2019. Die Erstellung weiterer Konzepte würde das Bauvorhaben vermutlich noch hinauszögern, sagte er. Weil die CDU das Konzept der Verwaltung als einziges für machbar halte, habe sie sich bei der Abstimmung zu dem Thema im Ausschuss enthalten, sagte der Bürgermeister.

Für Stadtbrandmeister Jochen Köpfer ist es gleich, welche Variante bei der Erweiterung der Feuerwache letztlich realisiert wird: „Wir können mit allem leben, wenn die Voraussetzungen geschaffen werden, dass wir weiter einsatzfähig bleiben.“

Der Verwaltungsausschuss diskutiert am Montag, 24. September, in nicht öffentlicher Sitzung über das Thema, bevor der Rat am Donnerstag, 27. September, ab 18 Uhr im Rathaus über den Antrag des Ausschusses für Brandschutz entscheidet. Erst danach kann ein Architekt beauftragt werden, die Erweiterung des Feuerwehrhauses zu planen.

Von Patricia Oswald-Kipper

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