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Lehrte Workcamp im Antikriegshaus verbindet Nationen
Umland Lehrte Workcamp im Antikriegshaus verbindet Nationen
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12:54 10.08.2018
Perfekte Welt auf der Leinwand: Minghui (von links), Ivana, Ania und Guillermo malen gemeinsam an einem Bild. Quelle: Katja Eggers
Sievershausen

Das Internationale Workcamp im Antikriegshaus Sievershaussen vereint noch bis Sonnabend 20 jungen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten unter einem Dach. Sie kommen aus Russland, China, Korea, Mexiko, der Türkei, Italien, Spanien, der Ukraine und Serbien. Mit Ayanda Mbete nimmt zudem erstmals einen Südafrikaner teil, der im Antikriegshaus seinen Freiwilligendienst absolviert.

Mit Hammer und Akkuschrauber: Die Workcamp-Teilnehmer zimmern Sitzbänke zusammen. Quelle: Katja Eggers

In Sievershausen erwartete die Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm. Den Auftakt bildete ein zweitägiges Konflikttraining. Neben friedenspädagogischen Einheiten, Aktionen zum Teambuilding und einem Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen ging es in zwei Gruppen auch ganz praktisch zu. Während die eine Gruppe Sitzbänke aus Holz zusammenzimmerte, griff die andere zu Farbe und Pinsel und gestaltete gemeinsam zwei große Bilder zur Verschönerung des Seminarraums.

„Wir malen die perfekte Welt“, erklärte die 21-jährige Ivana aus Serbien. Ihr Bild zeigte Menschen aus der ganzen Welt, die gemeinsam an einem Tisch sitzen, essen, trinken und Spaß haben. Florian Krauß vom Antikriegshaus hatte dafür lediglich eine Grundidee geliefert. „Alles andere haben die Teilnehmer selbstständig im Team erarbeitet“, betonte er.

Untergebracht sind die Teilnehmer während des Workcamps im Antikriegshaus. Um die Deutschen und ihre Kultur besser kennen zu lernen, verbrachten sie einen Abend zudem bei einer deutschen Familie. Die Gastgeber kamen zum Gegenbesuch zum Abend der Begegnung ins Antikriegshaus. Die Workcamp-Teilnehmer stellten dabei ihre Arbeitsergebnisse vor und luden zudem zum Essen mit selbst gekochten Gerichten aus ihren jeweiligen Heimatländern ein.

„Wenn Menschen zusammen wohnen, gestalten und arbeiten, lernen sie sich nochmal auf einer ganz anderen Ebene kennen und respektieren“, betonte Bernd Waltje, Vorsitzender des Antikriegshauses. Genau das sei auch das Ziel des Workcamps. Mit der Möglichkeit zum kreativen Arbeiten verfüge das Camp über ein Alleinstellungsmerkmal. „Es gibt weltweit viele Workcamps, aber mit unserem Kreativangebot sind wir einmalig“, sagte Waltje. Organisiert wurde das Camp erneut vom ICAJ, einer Organisation, die sich weltweit um Freiwilligenaustausch kümmert.

Von Katja Eggers

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