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Neustadt 150 Konfirmanden auf Freizeit in Wagrain
Umland Neustadt 150 Konfirmanden auf Freizeit in Wagrain
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13:24 03.08.2018
Nach dem beschwerlichen Aufstieg zum Gipfelkreuz des Hochkönigs, genießen die Konfirmanden die Aussicht. Quelle: Privat
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Neustadt/Wagrain

Konfirmandenferienseminar (KFS), der Begriff ist lang und wird dem, was rund 150 Konfirmanden zur Zeit im österreichischen Wagrain erleben, kaum gerecht. Übernachten in einer Berghütte, abkühlen im Gletscherwasser oder der einmalige Ausblick vom Gipfel des Hochkönigs – das hätte eigentlich einen spannenderen Namen verdient.

Die Schöpfung mit allen Sinnen erleben

13 Stunden Busfahrt musste die Reisegruppe bewältigen, bevor das Ziel im Salzburger Land erreicht war. Elf Gemeinden aus dem Norden des Kirchenkreises entsenden ihre jungen Mitglieder. „Auf dem KFS sind so viele Leute, die ich noch gar nicht kenne. Ich hoffe hier viele Freundschaften schließen zu können“, sagte Konfirmand Philip.

An den ersten beiden Tage nach der Ankunft am 22. Juli war die Schöpfung Thema. Duftende Nadelbäume, klares Bergwasser, der blaue Himmel über den Gipfeln: Auf einem Sparziergang in den Ort Wagrain erkunden die Jugendlichen die Natur mit allen Sinnen, um sich das Werk Gottes zu vergegenwärtigen. „Es fühlt sich gar nicht so wie Konfirmandenunterricht an. Es macht alles ganz viel Spaß hier“, sagte Konfirmandin Klara.

Ein Höhepunkt war die Wanderung zur Berghütte am Tappenkarsee in 1800 Metern Höhe, inklusive Übernachtung. Wer sich die Anstrengung zutraute, stieg weiter bis zum Gipfel des Hochkönigs. „Überglückliche Konfis nach langer Anstrengung gut gelaunt am Gipfelkreuz zu sehen, das macht mich jedes Jahr aufs neue überglücklich“, sagte Pastor Klaus Fröhlich aus Springe, der die Gruppe begleitete.

Trockener Konfirmandenunterricht bleibt zu Hause

Für die kommenden Tage stehen noch die Themen Taufe, Beten und Abendmahl an. „Der klassische und lernaufwändige Konfirmandenunterricht hat auf dem KFS keinen Bestand. Hier stehen vor allem Erlebnisse in den Vordergrund“, erklärt Diakonin Carolin Anders. Abschluss für das Thema Schöpfung war etwa ein Gottesdienst am Fuße des Berges Hochkönig mit anschließender Wanderung zu einem von Gletscherwasser gespeisten Wasserfall. „Im kühlen Nass des Gletscherwassers fühle ich mich wie ein neues Geschöpf“, beschreibt Betreuer Kenneth seine Erfahrung.

Von Benjamin Behrens

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