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Neustadt Baustelle Mecklenhorster Straße ist fast abgebaut
Umland Neustadt Baustelle Mecklenhorster Straße ist fast abgebaut
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18:29 30.05.2018
Die Mecklenhorster Straße ist fast fertig. Quelle: Markus Holz
Neustadt

Straßenbau in Neustadt 2018 – das war ein Vorgeschmack auf die kommenden Jahre. Was Auto- und Radfahrer in Neustadt unendlich zu nerven scheint, ist für die Stadt unabdingbar: Sie hat ihre Straßen als Teil ihres Vermögens zu erhalten. Und so lange Zuschüsse sprudeln, will die Stadt ihren Anteil investieren. „Es kann keine Pause geben, Stillstand bedeutet Sanierungsstau für die nächste Generation,“ sagte Bürgermeister Uwe Sternbeck am Mittwoch auf der Baustelle Mecklenhorster Straße.

Attest für die Mecklenhorster Straße am Freitag

Die größte Baustelle der vergangenen Jahre ist fast abgebaut. Am Donnerstag werden die Markierungen auf der Mecklenhorster Straße gezogen, am Freitag kommen die Inspektoren zur Bauabnahme. Stellen sie ihr Attest aus, wird die Straße noch am gleichen Tag freigegeben. Muss der Bauunternehmer nachbessern, folgt die Freigabe am Montag, 4. Juni – nach 36 Monaten fast ununterbrochener Bauzeit.

Eine Straße ist keine Waschmaschine. Die Maschine kann heute binnen Stunden ersetzt werden. Der Vollausbau einer Straße kann allein zwei Jahre Planung beanspruchen. Und wenn Leitungen im Boden nicht da liegen, wo sie liegen sollten, zieht sich eine Baustelle wie die Mecklenhorster in die Länge. „Ich wünschte mir von den Verkehrsteilnehmern mehr Akzeptanz für das, was wir als Verwaltung und was die Bauleute acht Stunden am Tag bei 30 Grad leisten“, sagte Sternbeck.

Straßenbau als Investition in Sicherheit

Die Geduld der Autofahrer wird nach Meinung Sternbecks belohnt: Linksabbieger zur B 6, kürzere Wartezeiten, breitere Fuß- und Radwege, klare Kennzeichnungen, Barriere freier Ausbau – das war keine Sanierung, das war ein Neubau auf zwei Kilometern Länge. „Natürlich tut das weh, das ist eine der meist befahrenen Straßen, aber am Ende lohnt es sich“, meint Sternbeck. Und ohne die unvorhersehbare Sperrung der B-6-Brücke für den Lkw-Verkehr wäre das Projekt spürbar entspannter verlaufen.

3.250 Meter Straße lässt die Stadt in diesem Jahr runderneuern. Hinzu kommen 1.615 Meter Abwasserkanal. Macht Gesamtkosten von 6,27 Millionen Euro (oder 1.284 Euro pro Meter Straße/Kanal). Haushälter in Neustadt werden in den nächsten Jahren mit spitzem Stift rechnen müssen. Denn dass die Baupreise sinken, ist nicht zu erwarten. Und die Region Hannover mahnt als Finanzaufsicht strikte Disziplin an.

Eine von sieben neuen Baustellen tangiert die Umleitung

Für 2018 sind diese sieben Projekte baureif: In Bordenau, Am Dorfteich (seit zwei Monaten im Bau); in Suttorf, Am Graseweg, in Mardorf, Meer- und Dreieckstraße; in Borstel, Im Or; in Dudensen die Dudenser Straße (2. Bauabschnitt); in Hagen, Am Gänseberg, und die Brücke zum Rischanger in Basse. Die Suttorfer Baustelle kreuzt als einzige den Umleitungsverkehr von der B 6. Stadt und Bauunternehmen wollen die Behinderung auf ein Minimum reduzieren, „vielleicht schaffen wir 14 Tage in den Sommerferien“, sagt Neustadt Verkehrskoordinator Benjamin Gleue.

2019 soll der auf drei Jahre terminierte Ausbau der Landwehr (zwei Kilometer) beginnen. Weitere Projekte sind Am Anger (Hagen), Dudenser Straße (Dudensen, dritter Abschnitt), der Weg zum Friedhof und der Dickenhoopsweg in Nöpke plus die Radwege Mandelsloh–Helstorf sowie vor der KGS.

Von Markus Holz

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