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Nachrichten Dritter Täter nach Bielert-Raub verurteilt
Umland Neustadt Nachrichten Dritter Täter nach Bielert-Raub verurteilt
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00:16 29.09.2017
Am Dienstag verurteilte das Amtsgericht Neutstadt den dritten Täter des Überfalls auf den Juwelier Bielert im Januar. Quelle: Benjamin Behrens (Symbolbild)
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Neustadt

Das Urteil liegt unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Oberstaatsanwältin Heike Schwitzer hatte eine Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten gefordert. Gegen den Angeklagten sprächen seine erheblichen Vorstrafen, sagte Schwitzer.

Der zur Tatzeit 19-jährige Litauer ist bereits in seinem Heimatland wegen Raubes und Körperverletzung bestraft worden. Wegen eines Raubüberfalls auf eines Juweliergeschäft in Helsinki war der heute 20-Jährige bereits zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden, von der er allerdings nur acht Monate verbüßte.

Zusammen mit den beiden älteren Tätern war der junge Mann am 23. Januar dieses Jahres vermummt in das Juweliergeschäft eingedrungen. Der 39-Jährige bedrohte die Inhaber und Mitarbeiter mit einer Spielzeugwaffe und versprühte Reizgas. Die anderen beiden schlugen Vitrinen ein und rafften Armbanduhren zusammen. Nach der Tat flüchteten die Täter zu Fuß und auf Fahrrädern.

Als strafmildernd wertete Richter Uygungül, die umfassenden und mehrfachen Aussagen des Angeklagten. Er hatte nicht nur die Tat zugegeben, sondern auch Angaben über Mittäter und Hintermänner gemacht. Er gab an, zu dieser Tat gezwungen worden zu sein, einem weiteren geplanten Überfall auf einen Juwelier in Aachen entzog sich der Angeklagte durch eine Flucht nach Litauen. Auch dank seiner Aussagen, habe die Polizei die für April geplante Tat verhindern können, hieß es.

Pflichtverteidiger Körber hatte maximal drei Jahre Haft gefordert. Der Verurteilte hat keine abgeschlossene Berufsausbildung und gab sich reuig. "Es bestand Einigkeit im Gericht, dass wir hoffen, dass er die Haft nutzt um über die Tat nachzudenken und sein bisheriges Leben zu überdenken", sagte Richter Uygungül.

Von Benjamin Behrens

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