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Umland Neustadt Nachrichten Basser bauen und installieren Storchennest in Gemeinschaftsaktion
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13:47 23.02.2018
Die Feuerwehr Neustadt hilft bei der Installation des Storchennests. Quelle: privat
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Basse

 Ein Dorf heißt geflügelte Bewohner willkommen: In einer großen Gemeinschaftsaktion haben zahlreiche Einwohner aus Basse ein neues Storchennest auf dem Stumpf einer alten Pappel installiert. „Es wurde höchste Zeit: Überall hatte man schon Störche gesichtet“, sagt Herbert Stoepper, der zu den Initiatoren gehörte und eine alte Pappel auf seinem Grundstück als „Unterbau“ zur Verfügung stellte. Der Baum am Rischanger war schon vorab zurechtgestutzt worden. Das alte Nest hatten die Basser geborgen, es war schadhaft und nicht mehr stabil genug. 

Das alte Nest war nicht mehr stabil genug, es wurde ersetzt. Quelle: privat

Manfred Scholte hatte ein aufwendiges, stabiles Untergestell aus  rostfreiem Stahl zusammengeschweißt, Gastgeber Stoepper ein neues Nest gezimmert. In Sachen Raumausstattung haben Störche einen aus menschlicher Sicht eigenwilligen Geschmack: Neben massenhaft Birkenzweigen, die der Schützenverein stiftete, brachte sie Basserin Sigrid Pachmann zwei Eimer Pferdemist mit. Und schließlich rückten am Sonnabend die Feuerwehren aus Neustadt und Basse an, um die Konstruktion in 12,5 Meter Höhe auf den Pappelstamm zu setzen.

Blick auf Garten und Nest aus der Storchenflug-Perspektive. Quelle: privat

Das Spektakel zog zahlreiche Zuschauer an: Mit Getränken ausgestattet, fanden sich viele interessierte Nachbarn und Storchenfreunde ein, um bei der Aktion dabei zu sein.  Elisabeth Wessels und Resi Rogalski zum Beispiel hatten einen Kessel heißen Apfelpunsch dabei, der den Nachbarn an dem kalten Tag gut tat, wie Stoepper berichtet.

Die Feuerwehr Neustadt hilft bei der Installation des Storchennests. Quelle: privat

Manfred Scholte fuhr gemeinsam mit einem der Feuerwehrleute mit der großen Drehleiter hoch, um zunächst das massive Untergestell nach oben zu bringen. Gespannt erwartetete das Vorbereitungsteam, ob die große Befestigungsschelle wirklich über dem Stamm passte. Für einen Augenblick hing sie erst auf der Schnittfläche fest, musste kurz gedreht werden, bekam ein paar zarte Schläge mit dem Fäustel, um dann geschmeidig auf die richtige Höhe zu rutschen. „Große Erleichterung bei Bauherren und Zuschauern: Besser hätte es nicht passen können“, sagt Stoepper.

Stolze Storchennest-Erbauer: Monika (links) und Herbert Stoepper (rechts) nehmen Manfred Scholten in die Mitte. Quelle: privat

Alles andere habe sich recht einfach gestaltet: Das Untergestell musste gesichert, das eigentliche Nest aufgefahren und befestigt werden, und mit Grassoden und Pferdemist ausgepolstert. Schließlich habe Nachbar Michael Langreder noch spontan einen Rest Farbe beigesteuert, damit das Ganze zünftig mit Weiß bekleckert werden konnte. Im Anschluss blieben die Nachbarn noch lange zusammen stehen, widmeten sich  entspannt den belegten Brötchen, den Süßigkeiten und dem allgemeinen Dorfklatsch, den verschiedene Mitwirkende beisteuerten. „Wie schön, dass so viele Basser zum Zuschauen und Helfen gekommen waren! Was für eine schöne Aktion für das Dorf“, findet Stoepper, „Nun soll unser Storchenpaar aber auch langsam kommen.“

Um Gemeinschaftsaktionen über die Vereinsgrenzen hinweg kümmert sich in Basse seit vielen Jahren das Dorfkomitee. Nach dem plötzlichen Tod des langjährigen Vorsitzenden Wilfried Rabe hat sich das Komitee inzwischen neu geordnet. Dern Vorsitz hat nun Wolfgang Klein inne, sein Stellvertreter ist Jörg Lorenz. Die neue Leitung hat auch schon erste Pläne fürs Dorf. Da die beliebten Flohmärkte und Kunsthandwerksausstellungen auf rabes Hof nun nicht mehr stattfinden können, denke man beispielsweise über einen Dorf- und garagenflohmarkt nach, berichtet Marilu Krallmann vom Komitee. Als Termin sei der juni angedacht. Doch zunächst wollen die Aktiven sich im Dorf umhören, ob überhaupt genug Basser Lust hätten, mitzumachen. Auf der Homepage Basse – ein Ort im Leinebogen tauschen sich die Dorfbewohner über Neuigkeiten und Aktivitäten im Dorf aus.

Von Kathrin Götze

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