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Umland Neustadt Nachrichten Friedhoff geht freiwillig in die Opposition
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00:17 23.09.2017
Von Markus Holz
Dietmar Friedhoff, AfD-Direktkandidat im Wahlkreis 43 Hannover-Land I, bewirbt sich zum ersten Mal um ein Bundestagsmandat. Quelle: privat
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Evensen

"Mit dem politischen Gegenwind musste ich erst umzugehen lernen", sagt der Diplomingenieur der Elektrotechnik. "Ich habe gelernt, dass man nicht poltern und sich als AfDler nicht in die Opferrolle bringen lassen darf." In der Meinung klare Kante zeigen "und mit Fakten" unterlegen, sagt er, "dann hören auch immer mehr Leute zu. Friedhoff spricht und schreibt auch gerne von Wahrheiten, wohl wissend, dass es nicht nur "die eine" politische Wahrheit gibt.  

Friedhoff ist im Juni 1966 in Hagen/Westfalen geboren, hat zwei Töchter aus erster Ehe, lebt mit Partnerin Maria in Neustadt-Evensen. Den Wohnort hat er mit dem FDP-Direktkandidaten Grigorios Aggelidis gemein. Mehr vermutlich nicht. Denn den etablierten Parteien wirft Friedhoff "Kastenbildung" und "kollektives Versagen" vor. Und mit wem würde die AfD dann koalieren in Berlin, wenn das alles "Versager" sind? "Mit niemandem. Wir wollen in den ersten vier Jahren ganz klar Opposition sein, nicht Regierungspartei", sagt Friedhoff.

Friedhoff, heute Berater und Coach in einem großen Elektronikkonzern, war bis vor zwei Jahren politisch unaktiv. Erst die Eurokrise 2014 und die Flüchtlingswelle 2015 hätten ihm das Gefühl gegeben, dass er sich einmischen müsse. Wahl in den Rat der Stadt Neustadt 2016, zeitgleich ins Regionsparlament. In beiden Vertretungen ist er stellvertretender Fraktionsvorsitzender. "Wenn ich mich engagiere, dann auch so, dass ich mitgestalten kann", sagt der Kandidat über sich selbst. Mitgestalten in Berlin, aber Opposition sein wollen? "Ja", sagt Friedhoff, "Opposition kann Regierungspolitik auch verändern." Die Chancen für Friedhoff: Er steht auf Platz fünf der Landesliste. Träfen die derzeitigen Umfragewerte am Wahlsonntag zu, hätte Friedhoff einen neuen Job als Berufsoppositioneller.

Das packe ich in meinen Koffer für Berlin 

Mehr Sicherheit: Die Polizei muss wieder mehr und bessere Präsenz auf öffentlichen Plätzen zeigen.

Wende in der Energiewende: Ich hinterfrage die Windenergiepolitik und lehne Windparks wie im Neustädter Land ab.

Stadt der Zukunft: Sauberer und sicherer leben. Es gibt gute Technologien, um das zu erreichen, etwa das Projekt energieautarke Stadt.

Mittelständische Landwirtschaft: Mittlere Betriebe sind enorm wichtig, sie gehören gefördert, nicht die industrielle Landwirtschaft. Dazu gehört ein massiver Abbau der Auflagen für Landwirte.

Einwanderung: Ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild. Ja, wir brauchen Arbeitskräfte. Aber wir brauchen diejenigen, die uns etwas bringen. Ich bin für Klarheit - sowohl für unsere Gesellschaft als auch für die Flüchtlinge.

Einen quirligen Bühnenspaß bereitet das Poggenhagener Dorftheater mit der Komödie "Saure Zeiten - Sturm im Gurkenglas" von Andreas Wening vor. Seit Juli probt das eingespielte Team mit 16 Schauspielern unter der Regie von Bärbel Lampe, die Premiere ist für den 27. Oktober angesetzt.

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Kathrin Götze 23.09.2017

Eng wird es am Sonnabend in der Pausenhalle der Leine-Schule. Denn 90 Musiker der Neustädter Musikschule treten dort beim "Saitencocktail" als Gitarrenorchester auf.

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