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Umland Neustadt Nachrichten Feuerwehreinsätze werden deutlich teurer
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00:26 21.03.2018
Selbst verschuldete Feuerwehreinsätze, wie hier die Rettung eines Familie im Hochwasser am Fährhaus, werden künftig deutlich teurer. Quelle: Kathrin Götze (Archiv)
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Neustadt

 Wer trotz Straßensperrung ins Leine-Hochwasser fährt, wer zündelt oder die Feuerwehr nur aus Spaß alarmiert, geht damit künftig ein deutlich größeres Risiko ein als zuvor. Die Stadt Neustadt kündigt an, die Gebühren für Feuerwehreinsätze drastisch anzuheben, die vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt werden. Je nach Personal- und Fahrzeugaufwand kann ein gebührenpflichtiger Einsatz einer nun vorgelegten Kalkulation zufolge schon ein kleines Vermögen kosten.

Nach Auskunft von Stadtsprecherin Pamela Klages rechnet die Stadt schon seit Jahren zu wenig für solche Einsätze ab –jedenfalls aus Sicht des Landesrechnungshofs. Die Gebührenordnung ist auf dem Stand von 2009, seither hat es mehrere Gesetzesänderungen gegeben. Und die Feuerwehr ist deutlich besser ausgerüstet. Auch das schlägt sich in der Kalkulation nieder. Künftig wird nach „Vollkostenrechnung“ kalkuliert, das heißt, auch Verwaltung und Gebäude sowie Fahrzeuge kommen anteilig mit auf die Rechnung, dabei werden die gesamten Einsatzstunden jedes Jahres zugrunde gelegt. 

Der Niedersächsische Städtetag gibt Beispielrechnungen vor. Auch der Personaleinsatz würde demnach deutlich teurer. Statt mit 17 Euro schlägt jede Stunde Einsatz pro Helfer dann mit 126 Euro zu Buche. Der Einsatzleitwagen (ELW 1) käme dann statt 28,25 Euro auf 85 Euro, ein Mannschaftstransportfahrzeug, das früher den gleichen Preis hatte, würde künftig sogar 424 Euro kosten. Der Rüstwagen (RW) stiege von 67,80 auf 182 Euro. Ein Löschfahrzeug (LF) kostete künftig 407 statt 56,50 Euro pro Stunde, ein Tanklöschfahrzeug 386 Euro.

Auch Beispielrechnungen für vollständige Einsätze gibt es. Demnach würde Hilfe bei einem Wasserschaden im Haus, bei der zwei Helfer mit MTW anrücken und eine Stunde beschäftigt sind, statt bisher 62,25 Euro dann stolze 676 Euro kosten. Als teuersten Einsatz nimmt der Städtetag ein Öl-Leck an, bei dem 28 Feuerwehrleute vier Stunden lang arbeiten und mehrere Fahrzeuge dafür brauchen. Dafür wurden nach alter Rechnung 2796,70 Euro fällig, nach neuer Rechnung 20.124 Euro.

So oder ähnlich kann es werden, Verwaltung und Politik werden sich mit der Satzung noch beschäftigen. Genaue Sätze für Neustadt müssten noch mit den jeweiligen Einsatzstunden für jede Einheit nachkalkuliert werden, heißt es aus dem Fachdienst Recht, Versicherungen und Feuerwehr. Laut Landesrechnungshof müssten Gebühren erhoben werden, heißt es noch. Das sehe der Niedersächsische Städtetag anders.

Von Kathrin Götze

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