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Umland Neustadt Nachrichten Filmclub Leinepark rüstet die Technik auf
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16:04 24.02.2018
Der neue Vorstand hat viel vor: Kassenwartin Renate Abel (von links), Beisitzer Andreas Ploetz, Schriftführerin Magdalena Kuhl, Beisitzerin Gabriele Ulrich-Pfeifenbring, Andreas Damm, Beisitzer und Technik-Experte, Gudrun Bischoping, stellvertretende Vorsitzende und Vorsitzender Wolf-Dietmar Seidel. Quelle: Benjamin Behrens
Neustadt

 Als vor zwei Jahren eine Gruppe Kino-begeisterter Neustädter um Hellmut Fried anfing, den Kinobetrieb im Leinepark wieder aufzunehmen, hatten sie eine Vision: ausgewählte Leinwand-Leckerbissen abseits des Mainstreams zu moderaten Preisen. Der neu gewählte Vorstand hat jetzt die Aufgabe vor sich, den Filmclub für die Zukunft abzusichern. Wolf-Dietmar Seidel, bisher stellvertretender Vorsitzender, übernimmt für Hellmut Fried, der die Leitung aus gesundheitlichen Gründen abgibt. Stellvertretende Vorsitzende ist Gudrun Bischoping. 

Fördergeld für Technik

Wenn alles nach Plan läuft, dürfen sich Kinogänger bald auf verbesserte Bild- und Tonqualität freuen. Der Filmclub möchte die Technik im Kinosaal aufrüsten. Neue Abspieltechnik, Beamer und Lautsprecher bieten schärfere, lebendigere Bilder und einen besseren Klang. Etwa die Hälfte der Investition, rund 24.000 Euro, soll die Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen Nordmedia, tragen. „Bewilligt ist es, sie müssen uns nur ein Bestätigungsschreiben schicken“, sagt Seidel.

Schärferes Bild, schönerer Ton

Insgesamt will der Filmclub rund 48.000 Euro in die Hand nehmen, um die Abspieltechnik zu verbessern. Derzeit werden die Filme meist von konventionelle Datenträgern wie DVD oder Blu-Ray gezeigt. „Standard ist heute jedoch digitale Vorführ- und Soundtechnik“, sagt Wolf-Dietmar Seidel. Der Branchen-Standard ist das sogenannte Digital Cinema Package (DCP), übersetzt soviel wie digitales Kino-Paket. „Man bekommt eine Festplatte zugeschickt“, erklärt Andreas Damm, Technik-Experte des Filmvereins. Auf dieser ist mehr Platz für höhere Auflösung bei Bild und Ton, als auf den klassischen Formaten aus dem Heimkino. „Große Verleiher liefern gar nichts anderes“, sagt Seidel. Eine solche DCP-Anlage, wollen die Film-Fans anschaffen. Ein neuer Beamer soll die Bildqualität der neuen Datenträger auch auf die Leinwand bringen. Zudem soll die Lautsprecheranlage modernisiert werden. „Die Anlage ist ja Jahrzehnte alt, wir haben sie hier so vorgefunden“, sagt Gudrun Bischoping.

Ein Problem gibt es, das dem Filmclub angesichts der unsicheren Zukunft des Veranstaltungszentrums Leinepark Sorgen bereitet. „Wir müssen gesicherte Räumlichkeiten für fünf Jahre vorweisen“, sagt Bischoping.  Die Hoffnung der Cineasten: Das Dienstags-Kino soll in einen neuen Ratssaal gleich mit einziehen. Die Idee trifft bei der Stadtverwaltung offenbar auf offene Ohren, erste Gespräche habe es bereits gegeben. „Damit würde man ein Stück Kultur in das Rathaus, als Haus für alle Bürgerinnen und Bürger, holen“, sagt Stadtsprecherin Kathrin Kühling. 

Vorstand ist neu besetzt

Auch wenn die Zukunft etwas mit Sorgen verbunden ist, personell sei man gut aufgestellt, sagt Seidel. Renate Daumann-Abel  managt die Finanzen des Vereins, Lena Kuhl ist Schriftführerin, Beisitzer Andreas Damm, Gabriele Ulrich-Pfeifenbring und Andreas Ploetz vervollständigen den Vorstand. Der Filmclub will weiterhin Projekte mit Vereinen, wie den Landfrauen oder dem Kunstverein anschieben.

Am Dienstag, 27. Februar, ab 19.30 Uhr ist im Cinema im Leinepark der in Cannes prämierte Film Western zu sehen, in dem es deutsche Bauarbeiter in die bulgarische Provinz verschlägt.

Von Benjamin Behrens

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