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Umland Neustadt Nachrichten In Eilvese wird ein Dorfkrimi gedreht
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00:32 11.04.2018
Axel Schlicker prüft die Kameraeinstellung, während Alena Schmedes (links) und Susanne Schaper noch schnell den Text durchgehen. Quelle: Benjamin Behrens
Eilvese

 Kamera läuft, Ton auch, Klappe und Action: Seit einem Jahr entsteht in Eilvese ein „Dorfkrimi“ – so das selbstgewählte Prädikat der Filmcrew. Jetzt stehen nur noch wenige Drehtage an. „Kopflos am Morgen“, heißt der Krimi, in dem ein Ermittler-Duo einen Mordfall in Eilvese aufklären soll. Und wie sich das für einen waschechten Krimi gehört, ist irgendwie jeder verdächtig. 

Ausstattung ist täuschend echt

Am Sonntag dienten die Räume des Öko-Strom-Unternehmens EE-Service als Kulisse für das Büro der Ermittler. Kriminalhauptkommissar Peter Ihrig, gespielt von Fred Mußmann, und Kriminaloberkommissarin Katrin Hausmann, in deren Rolle Alena Schmedes schlüpft, sind dem Täter auf Spur. An den Wänden hängen Poster, mit denen die Polizei wirklich um Nachwuchs wirbt. Die Dienstausweise überzeugen Laien solange, bis man auf den Vermerk Filmrequisite blickt. Die Polizeiuniform von Schauspielerin Viktorias Schapers ist echt und eine Leihgabe. Handschellen und eine Schreckschusspistole stecken im Gürtel – die Ausstattung kann sich sehen lassen.

„Der Stuhl da stört mich“, sagt Kameramann Axel Schlicker, während er auf den Regie-Bildschirm der Kamera blickt. Aber in der Einstellung zuvor, war das Sitzmöbel schon da, es muss also bleiben. Plötzlich verschwindende oder verschobene Gegenstände kommen selbst in Hollywood vor. Susanne Schaper wacht deshalb über die Kontinuität, behält den Überblick welche Szene gedreht wird und hilft auch bei Texthängern weiter. „Szene 1126 Einstellung drei“, ruft Schaper. Ruhe am Set.

„Wir machen einen Film über Eilvese

Sven Kaboth hat Feierabend, alle seine Einstellung sind im Kasten. Der Darsteller hat ein großes Lob für das Team hinter der Kamera übrig: „Das ist gar nicht so einfach.“ Die Idee zum Projekt hatten Kameramann Schlicker und Matthias Schmedes schon vor vier Jahren. „Wir machen einen Film über Eilvese und packen das in eine Geschichte“, sagt Schlicker, der das Drehbuch geschrieben hat und auch die Kamera übernommen hat. Schmedes und Schlicker haben schon andere Filme im Neustädter Land realisiert. Seit etwa einem Jahr, wird an der Produktion gearbeitet. Der Organisationsaufwand ist groß, schließlich müssen auch alle jeweils für den Drehtag benötigten Darsteller Zeit haben. Insgesamt sind rund 30 Eilveser vor der Kamera zu sehen.

Unfall auf der B6

Eine der aufwendigsten Szenen, ein über die B 6 rasendes Auto, dass ein LKW erfasst, ist schon abgedreht. Schmedes, der ist für Ton und Schnitt verantwortlich ist, hat dafür den Computer gestartet. Aus drei einzelnen Einstellung wurde in der profesionallen Videosoftware ein Gesamtbild, bei dem alles stimmt: die rote Ampel, der rasende Kleinwagen und der heranrollende Laster. „Wir hatten Glück, es war Sonntag und wir brauchten einen vorbeifahrenden Lkw“, erinnert sich Schlicker. Im Herbst soll der fertige Film zum ersten Mal gezeigt werden.

Ein enthaupteter Toter, ein unterschiedliches Ermittler-Duo und jede Menge Heimat-Charme: In Eilvese laufen die letzten Drehtage für einen „Dorf-Krimi“.  

Von Benjamin Behrens

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