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Wie stehts um die Luft im Dorfe?

Neustadt Wie stehts um die Luft im Dorfe?

Neustadts Grüne haben die beiden ersten Feinstaubmessgeräte in Schneeren und Basse aufgestellt. Weitere sollen folgen.

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Ortstermin in Basse: Godehard Kass (von links) mit den Anwohnern Brigitte Trautmann und Heinrich Stünkel sowie Ute Lamla, Grünen-Landtagskandidatin.

Quelle: privat

Neustadt. Selbst ist der umweltbewusste Kommunalpolitiker: Godehard Kass, Grünen-Ratsherr und Allgemeinmediziner in Schneeren, hat die Geräte eigenhändig  zusammengesetzt - nach Anleitung der Bürgerinitiative OK Lab Stuttgart. Zwei Geräte voll "innovativer Digital- und Lasertechnik", sind seit wenigen Tagen in Schneeren und Basse in Betrieb, weitere vier stehen in Kürze zur Verfügung. Interessenten wenden sich unter godehard@kass.de. direkt an Initiator Kass, der gerne mit Schulen  zusammenarbeiten würde. Das Projekt werde wissenschaftlich begleitet, sagt Kass. Geräte wie die seinen sendeten mittlerweile von über 5 000 Messstellen in Deutschland Daten online an eine Datenbank. "Wenn auch die Präzision der kleinen Lasergeräte denen der Landesmessstellen unterlegen ist, so bietet doch der große Schwarm wertvolle Informationen über die Belastungen der Fläche und an kleineren Orten, wo niemals offizielle Messungen stattfinden würden." Laufende Ergebniss seien für jedermann unter http://deutschland.maps.luftdaten.info/#9/52.3689/9.9701 auf einer Karte einsehbar.

"Feinstaub dringt in die tiefen Atemwege vor", sagt Kass, Kleinstpartikel seien sogar im Blut des Menschen zu finden. Die Gefahr von Gefäßverengungen sei dadurch erhöht und "ähnlich wie bei Rauchern" steige das Risiko für Lungen- und Herkreislauferkrankungen.

Die beiden bisherigen Messstellen seien gut ausgewählt, sagt Kass: "Basse ist seit Monaten durch den Umleitungsverkehr der B6 von Autoabgasen betroffen." Er geht davon aus, dass sich das in den Messergebnissen niederschlagen wird. Sinnvoll sei zeitnah ein zweiter Messpunkt im Ort, um die Belastung bei unterschiedlichen Windrichtungen zu erfassen.  Interessante Messergebnisse seien aber auch in der Heizperiode zu erwarten. Holz sei ein häufig und gern genutzter Brennstoff, die Verbrennung im einfachen Ofen oder Kamin allerdings ein Problem, weil viel Feinstaub aus den Schornsteinen in die Luft abgegeben werde.

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Ortstermin in Basse: Godehard Kass (von links) mit den Anwohnern Brigitte Trautmann und Heinrich Stünkel sowie Ute Lamla, Grünen-Landtagskandidatin.

Quelle: privat
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