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Umland Neustadt Nachrichten Kooperativer Hort: Schulen müssen sich entscheiden
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05:43 02.03.2018
Schulschluss an der Michael Ende-Schule: Künftig ändern sich die Zeiten Quelle: Kathrin Götze
Neustadt/Helstorf/Mandelsloh

 Mit dem Wunsch, den Eltern an den Grundschulen beim Modellprojekt Kooperativer Hort größtmögliche Wahlfreiheit zu lassen, sind Stadt und Schulen gescheitert. Das Kultusministerium hat den Antrag für Michael Ende-Schule und Grundschule Helstorf-Mandelsloh zunächst abgelehnt. Eine Wahlfreiheit für Eltern derselben Klasse, ob sie halbtags- oder teilgebundene Ganztagsschule wollen, werde nicht genehmigt, berichtet der Erste Stadtrat Maic Schillack

Und die Halbtags-Kinder jeweils in eigenen Klassen zusammenzufassen, sei nicht zu schaffen, so Schillack weiter. An der Michael Ende-Schule haben sich die Eltern von 70 Kindern für die Halbtagsschule entschieden, für die restlichen 260 wollen die Eltern den teilgebundenen Ganztag. „Teilen Sie das durch vier Jahrgänge, da wird es schon schwierig, jeweils Klassen zu gründen“, sagt Schillack. In Helstorf/Mandelsloh wollen nur Eltern von zwölf unter 180 Kindern den Halbtag.

Die Schulvorstände, die mit Leitung, Lehrern und Elternvertretern besetzt sind, hätten sich beide für den teilgebundenen Ganztag ausgesprochen. Vorgesehen ist, dass an zwei Tagen der Woche der Unterricht verpflichtend bis in den nachmittag dauert, und zwar dienstags, und donnerstags, der Mittwoch kommt jeweils mit freiwilligen Angeboten dazu. Nun muss die Stadt als Schulträger diese Entscheidung noch per Ratsbeschluss absegnen.

Voraussichtlich wird das am Donnerstag, 8. März geschehen – der Schulausschuss behandelt das Thema vorab in einer Sondersitzung am Montag, 5. März (ab 16 Uhr im Ratssaal, Nienburger Straße 31). SPD und CDU haben sich in einer gemeinsamen Fraktionssitzung schon miteinander abgestimmt, wie CDU-Sprecher Sebastian Lechner berichtet. 

„Uns war die Wahlfreiheit wichtig“, sagt er. Wenn es innerhalb der Schule nicht geht, sollten die Eltern zumindest wählen dürfen, welche Schule ihr Kind besuchen soll. „Die Hans Böckler- und Stockhausenschule in der Kernstadt bleiben Halbtagsschulen, und die Eltern dürfen wählen, zu welcher Schule sie ihr Kind schicken wollen“, sagt Lechner.  Halbtags-Ausweichschule für Mandelsloh/Helstorf soll die Grundschule Mariensee sein. 

Zum Paket, das die Ratsfraktionen schnüren wollten, gehöre außerdem eine Krippe für Helstorf, außerdem der Plan, die 1,1 Millionen Euro, die das Land für Schulsanierungen zur Verfügung stellt, in die Grundschulen auf den Dörfern zu investieren – diesen Wunsch hatte Lechner bereits zuvor geäußert, nun haben die Fraktionen zugestimmt. Die Zeit drängt: Der neue Antrag ans Kultusministerium sei eigentlich zum 28. Februar fällig, sagt Schillack.

Kooperativer Hort soll Betreuung verbessern

Eine engere Zusammenarbeit zwischen Schule und Hort ist Kern des so genannten Kooperativen Horts, der jetzt im Modellprojekt an der Michael-Ende-Schule und er Grundschule Helstorf-Mandelsloh erprobt wird. Es geht darum, Schulunterricht und Betreuung enger zu verzahnen, auch mit Ganztagsunterricht sowie Mittagstisch in der Schule. So sollen neue pädagogische Möglichkeiten geschaffen werden, beispielsweise am verlängerten Schultag Lern- und Ruhephasen neu zu verteilen.

Für die Schulträger (also die Kommunen) hat es allerdings auch praktische Vorteile: Nach geltendem Recht sind für Schule und Hort getrennte Räume nötig – diese Grenze fällt beim kooperativen Hort. Auf diese Weise hofft die Stadt auch, Personal aus den Horten für die anderen Betreuungsformen umverteilen zu können. Wie berichtet, haben viele Eltern jetzt Absagen für Kita- und Hortplätze bekommen, weil es an Personal für die Betreuungseinrichtungen fehlt. Auch wenn die Stadt noch nachbessern wird – viele Eltern sind alarmiert.

An einem Treffen, das aus einer Diskussion bei facebook entstanden ist, nahmen am Montagabend allerdings nur wenige Eltern teil. Sie verabredeten aber, die nächsten politischen Sitzungen zum Thema zu besuchen und zu verfolgen. Der Jugend- und Sozialausschuss spricht in der Sitzung am Donnerstag, 1. März, 18 Uhr, unter anderem über Vorschläge, wie weitere Betreuungsplätze geschaffen werden können. Um den Kooperativen Hort geht es dann am Montag, 5. März, ab 16 Uhr, im Schulausschuss und, unter anderen Themen, am Donnerstag, 8. März, ab 18 Uhr im Rat – alle Sitzungen finden im Ratssaal, Nienburger Straße 31, statt. göt

Von Kathrin Götze

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