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Nachrichten Louis Böcker - ein früher Star der Politik
Umland Neustadt Nachrichten Louis Böcker - ein früher Star der Politik
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18:27 11.11.2013
Stolz und belesen: Louis Böcker (Mitte) mit Kollegen. Das Bild dürfte um 1930 entstanden sein.
Neustadt

Sein Start ins Leben dürfte alles andere als einfach gewesen sein: Louis Böcker, später überwiegend „Ludchen“ genannt, kam am 17. Februar 1893 in Helstorf zur Welt - unehelich und als Sohn der Tochter des Vesbecker Schäfers. 53 Jahre später ist Böcker ein Mann der ersten Stunde im Lande Niedersachsen. Als Gewerkschafter und Sozialdemokrat steht er ein Jahr nach Kriegsende außerhalb jeden Verdachts, an Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes beteiligt gewesen zu sein. Böcker lebt jetzt in Hannover, wird erster Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes, in den Stadtrat berufen und schließlich auch in den ersten Niedersächsischen Landtag.

Böcker war ein Fleißarbeiter“, urteilt der Garbsener Historiker Stefan Weigang. Als „zuverlässig und gewissenhaft, zuerst und vor allem Gewerkschafter“ sei er vom britischen Nachrichtendienst eingeschätzt worden. Weigang, der seit vielen Jahren in der hannoverschen Geschichte, aber auch der Ortsgeschichte Helstorfs forscht (er zeichnet für die Helstorfer Ortschronik verantwortlich) hat bei Arbeiten zur Gewerkschaftsbewegung den roten Politstar aus Helstorf wiederentdeckt. Böcker sei früh, schon in der Weimarer Republik Gewerkschaftsfunktionär gewesen, habe ab 1933 als Zeitungswerber, Reisender und später als Luftschutzpolizist für Verbindung zwischen diversen im Untergrund lebenden Parteigenossen gesorgt. 1947, als der Landtag erstmals von Niedersachsens Bürgern gewählt wurde, erhielt Ludchen Böcker erneut ein Mandat im Parlament. Am 4. November 1950 starb er, gerade 57 Jahre alt. Die Böckerstraße in Bothfeld ist nach ihm benannt.

Dirk von Werder

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