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Umland Neustadt Nachrichten Mehr Weidefläche für Heckrinder im Toten Moor
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00:40 03.03.2018
Die Jungbullen Leon, Hagrid und Bert grasen auf der erweiterten Weidefläche am Zabelsberg. Quelle: Jörg Schneider
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Schneeren

 Fressen für den Naturschutz, dass ist die Idee hinter einem Projekt der Region Hannover im Toten Moor. Seit 2016 pflegen Heckrinder den Norden des Naturschutzgebiets. Die Nachzüchtungen des legendären Auerochsen leisten so gute Arbeit, dass ihre Weideflächen jetzt erweitert werden. 

„Die Weiden sind jetzt offen, strukturreich und bieten zahlreichen Arten Lebensraum. Sogar der seltenen Neuntöter ist in das Beweidungsgebiet zurückgekehrt“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Der Singvogel gehört zur Familie der Würger, der Bestand war lange rückläufig. 

Das er sich wieder ansiedelt, ist auch der Verdienst der drei Jungbullen Hagrid, Bert und Leon, die sich jetzt auf einer neuen Fläche am Zabelsberg austoben können. Insgesamt wurden für knapp 180.000 Euro etwa 39 Hektar Fläche gekauft, hergerichtet und eingezäunt. Die Dauerpflege dieses Areals übernimmt nun das Heckrinder-Trio.

Aufgrund der sehr nassen Bodenverhältnisse konnten im vergangenen Jahr allerdings nur etwa 10 Hektar der Projektfläche eingezäunt werden. Der Rest wird folgen, sobald die Flächen ausreichend trocken und für den Bezug vorbereitet sind. „Dies ist auch eine optimale Ergänzung zum bisherigen Projekt, da die Jungbullen aus der bestehenden Herde genommen werden müssen, um Inzucht auszuschließen“, sagt Projektleiter Jörg Schneider vom Fachbereich Umwelt der Region Hannover.

Ohne den Appetit der Paarhufer würden Tier- und Pflanzenarten zusehends verschwinden, denn der Nordrand des Moores bei Schneeren verbuscht. Keine guten Lebensbedingungen für Kreuzottern oder die Singvogelart Steinmätzer, die sich zuletzt rar machten. Für den Erhalt der Landschaft, wurde der Region  2017 ein Antrag auf Gewährung einer Zuwendung von 90 Prozent aus der Gemeinschaftsaufgabe der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) bewilligt.

Von Benjamin Behrens

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