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Baubeginn für Dorfladen Mariensee

Neustadt Baubeginn für Dorfladen Mariensee

In Mariensee rollen die Bagger, der Bau des Dorfladens hat begonnen. Auf 130 Quadratmetern Verkaufsfläche, sollen Marienseer das bekommen, wofür sonst eine Autofahrt fällig wird. Im Herbst soll der Bau abgeschlossen sein.

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Das Team hinter dem Dorfladen-Projekt: Werner Brauner (von links), Marie-Luise Brauner, Renate Baulain, Lennart Heumann, Enkel des Ehepaars Brauner, Nadja Bolte und Iris Lehnert-Finke.

Quelle: Benjamin Behrens

Mariensee.  „Gleich wird es laut“, warnt ein Bauarbeiter. Der restliche Sand aus der fast senkrecht stehenden Ladefläche eines Anhängers rieselt heraus. Mit ohrenbetäubenden Knallen fällt die geöffnete Klappe des Kippladers zurück. Der erste Spatenstich ist getan – die Arbeiten zum Dorfladen in Mariensee haben begonnen. „Wir peilen den Herbst an“, sagt Iris Lehnert-Finke. Dann sollen Marienseer sich lästige Fahrten zum nächsten Supermarkt sparen können. 

„Es soll ein Vollsortimenter werden“, verspricht Reante Baulain. Zusammen mit Nadja Bolte, werden die drei Frauen als  Geschäftsführerinnen die "haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft Dorfladen Mariensee" leiten. Das Angebot soll den täglichen Bedarf decken und ist an die Möglichkeiten der 130 Quadratmeter Verkaufsfläche angepasst. Sprich: zehn verschiedene Sorten Joghurt wird es nicht geben, dafür setzt das Dorfladen-Team auf Gutes aus der Nachbarschaft. 

„Wir möchten so viel wie möglich aus der Region ergänzen.“ Und wer etwas, was nicht zum Standardangebot gehört, gerne regelmäßig im Dorfladen kaufen möchte, für den wird das Gewünschte bestellt. „Es wir auch einen Kundenrat geben“, verspricht Nadja Bolte. Offenbar freuen sich etliche Marienseer schon auf ihren Dorfladen und möchten das Projekt nicht nur finanziell unterstützen. „Viele fragen, ob sie helfen können.“ 

Neben dem Verkaufsraum ist ein 23 Quadratmeter großes Café mit Außenterasse geplant, die Räume im ersten Stock sollen für Zusammenkünfte genutzt werden können. Auch wenn natürlich auch der Dorfladen wirtschaftlich arbeiten muss, soweit wie möglich, sollen die Gewinne für neue Ideen für Mariensee genutzt werden. „Es soll in den Ort fließen“, verspricht Bolte.

Finanziert wird das genossenschaftlich organisierte Projekt über Anteilseigner. „Wir haben ungefähr 75.000 Euro aus Mariensee und anderen Orten“, sagt Baulain. Die Stadt ist mit 25.000 Euro dabei, 100.000 stammen aus dem LEADER-Förderprogramm der EU. Insgesamt ist ein Budget von rund einer halben Million vorgesehen, 270.000 deckt ein Bankkredit.

Von Benjamin Behrens

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