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Umland Neustadt Nachrichten Erlebnishof setzt neue Schwerpunkte
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00:39 28.02.2018
Übergabe in Borstel: Michael Bibow (von links) gibt sein Unternehmen Paddeltour.de an Daniel Quambusch und Oliver Stelzmann weiter. Quelle: Kathrin Götze
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Borstel

 24 leuchtend blaue Kanus und 24 Fahrräder haben seit Sonnabend ihren Standort auf dem Erlebnishof in Borstel. Daniel Quambusch und Oliver Stelzmann haben das Unternehmen Paddeltour.de von Michael Bibow übernommen. Bibow hatte den Kanuverleih lange von Hagen aus betrieben, ist vor einigen Jahren damit nach Stöckse umgezogen und bereitet sich nun mit seinen 62 Jahren langsam auf den Ruhestand vor, wie er sagt. In Neustadt ist er vielen noch als ehemaliger Geschäftsführer des Verkehrsvereins Mardorf bekannt.  

Mit der Betriebsübernahme wollen Quambusch und Stelzmann mit ihrer „Gesellschaft für nachhaltige Erlebnisse mbH“ von dem Borsteler Hof aus ein Konzept Nachhaltige Paddeltouren umsetzen, für das sie bereits im November mit einem Preis für nachhaltigen Tourismus ausgezeichnet wurden. Kernstück ist, neben guten Arbeitsbedingungen für die freien Mitarbeiter und einem papierlosen Büro auch umweltpädagogische Ideen.

Ehrung im November: Wirtschaftsstaatssekretär Frank Nägele (von links) hat Daniel Quambusch und Oliver Stelzmann den Preis für Nachhaltigen Tourismus überreicht. Quelle: Henning Scheffen

So werden die Touren in Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden geplant, um Pflanzen- und Tierwelt in den Uferbereichen möglichst wenig zu stören. Auch Müllsammelaktionen mit Schulen sind angedacht, eventuell könnten einzelne Schulen sogar Patenschaften für Gewässerabschnitte übernehmen, sagt Stelzmann. Ihr Revier sehen die Betreiber in Leine, Weser und Steinhuder Meer, „Zum Konzept gehört, dass wir in der Region bleiben“, sagt Quambusch. Einige der Kanus werden künftig auch von Steinhude (am Minigolfplatz) aus zu mieten sein 

Gemeinsam mit seiner Frau Anne betreibt der Wahl-Borsteler Quambusch seit inzwischen neun Jahren den Hof am Ortsrand, hatte dort zuerst Klettermöglichkeiten an den alten Bäumen installiert und Team-Aktivitäten für Gruppen und Firmen angeboten. Doch die Nachfrage lässt nach und die Wartung ist aufwändig. Nun bekommt das Unternehmen neue Schwerpunkte, es bietet neben den Paddeltouren, Axtwerfen und Bogenschießen auch mittelalterlich angehauchte Festivitäten sowie Spieletage an.

Passend dazu hat der Standort jetzt auch einen neuen, beziehungsweise alten, Namen bekommen. Es läuft jetzt unter Seelwortshof. „So hieß der Hof nach seiner Gründung vor mehr als 600 Jahren“, hat Daniel Quambusch in der Ortschronik nachgelesen. Die Umbenennung habe aber auch praktische Gründe: „Der Name Erlebnishof scheint bestimmte Vorstellungen zu wecken“, sagt er, „immer wieder rufen Leute an und fragen, ob wir auch Tiere zum Streicheln haben.“ Informationen zum Angebot gibt es im Internet auf www.seelwortshof.de.

Von Kathrin Götze

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