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Nachrichten Riesenandrang bei der Kinderkleiderbörse
Umland Neustadt Nachrichten Riesenandrang bei der Kinderkleiderbörse
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14:21 22.02.2018
Nicht nur beim Spielzeug – Großer Andrang herrschte bei der Kinderbörse in Helstorf Quelle: Mirko Bartels
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Helstorf

 10.000 Artikel, 100 Meter Schlange vor dem Eingang und keine Parkmöglichkeit mehr in der näheren Umgebung. Es hört sich an wie der Verkaufsstart eines großen Warenhauses in der hannoverschen City. Abgespielt hat es sich rund um die Schule in Helstorf. Mehr als eine Stunde haben die ersten Besucher der ersten Kinderkleiderbörse am Sonnabend darauf gewartet, dass sich die Schultüren öffneten. 

„Wir sind jedes Mal über den Andrang erstaunt“, sagt Silvia Luft. Die Ortsbürgermeisterin ist Mitglied im Orga-Team der Börse. Diesen Nachmittag spielt sie die Einweiserin für die Besucher. Fast gebetsmühlenartig wiederholt Luft ihre Angaben, wo die Kunden die verschiedenen Artikel finden – weist Ihnen gleich hinter der Eingangstür der richtigen Weg. 

Silvia Luft weiß wo was steht und schickt die Kunden gleich auf den richtigen Weg. Quelle: Mirko Bartels

Die Börse gibt es nunmehr seit 20 Jahren. Erstmals in kleinerem Rahmen gestartet im Gemeindehaus, füllen Spielzeug, Kinderwagen, jede Menge Kinderkleidung und Schuhe in allen Größen nunmehr die ganze Schule. Verkauft wird hier über drei Etagen, vom Keller bis zum Obergeschoss.

Zweimal im Jahr sind 80 bis 100 Helfer eingespannt., um diesen Kommisions-Flohmarkt reibungslos abzuwickeln. „Wir brauchen etwa acht Wochen Vorlauf, bevor es losgehen kann“, sagt Raphaela Roeser, vom Team. Plakate entwerfen, drucken und verteilen braucht dabei ebenso Zeit, wie die Organisation des Kuchenbuffets und vieler Kleinigkeiten, von denen die Besucher später nichts mehr merken. 180 Anbieter haben mitgemacht und zu Hause kräftig aufgeräumt. Allein die leeren Kartons haben die Sporthalle der Schule gut gefüllt.

Die leeren Kartons füllen die Sporthalle. Quelle: Mirko Bartels

Für manchen werdenden Vater ist der Andrang ein Schock. „Ich hätte nie gedacht das hier soviel los ist“, sagt Malte Bohm. Der junge Mann kommt aus der Nähe von Schwarmstedt. Er hat bereits beide Arme voll. Seine Frau ist nicht zu sehen. „Die geht gerade ihrem Nestbautrieb nach. Keine Ahnung, mit was sie noch kommt“, erklärt er mit einem Schmunzeln. Angst vor den langen Schlangen an den Kassen hat er nicht. Das junge Paar hat viel Zeit mitgebracht – man wolle sich auch noch mit einem Stück Kuchen stärken, bevor es nach Hause. 

Für das Team geht die Arbeit noch weiter, wenn die Türen schon längst wieder geschlossen sind. „Wir müssen aufräumen und die Sachen wieder einpacken. Die Schule muss ja wieder hergerichtet werden“, sagt Ortsbürgermeisterin Luft. Das wird bis in die späten Abendstunden dauern. Und es muss abgerechnet werden. Zehn Prozent des Verkaufserlöses behalten die Veranstalter. Sie teilen es jeweils zu 50 Prozent zwischen der Förderverein der Grundschule und der Helstorfer Kirchengemeinde auf. Ein schöner Geldsegen, der wieder investiert wird, und zwar für die Kinder.                  

Von Mirko Bartels

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