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Umland Neustadt Nachrichten Wilder Müll an Altkleidercontainer ärgert die Anwohner
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20:45 23.02.2018
Das nur ein alter Teppich vor dem Behälter liegt, erlebt Klaus Melcher selten. Quelle: Benjamin Behrens
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Neustadt

 Stiefel, überquellene Müllsäcke, ein abgenutzter Aktenkoffer, ein Teppich, Holzplatten: Dieses und ähnliche Bilder findet Nachbar Klaus Melcher regelmäßig in der Windmühlenstraße vor. Vor dem Gebäude mit der Nummer 10 steht seit etwa zwei Jahren ein Altkleidercontainer, vor dem regelmäßig Müll abgeladen werde, wie Nachbarn berichten. „Das ist ein ständiges Ärgernis“, sagt Melcher. Vor einigen Tagen fand der 78-Jährige erneut eine Ansammlung von Müllsäcken und Unrat vor – er dokumentiert es mit seiner Kamera. 

Vor zwei Wochen erlebte Klaus Melcher einen anderen Zustand vor dem Container. Er dokumentiert ihn mit der Kamera. Quelle: Privat

„Meine Frau hat bei der Stadt angerufen, da hat man ihr gesagt, es sei ein Privatgelände, da könne man nichts machen.“ Die Aussage kann der Neustädter nicht nachvollziehen, schließlich würden auch an anderer Stelle Container auf Privatgelände stehen, ohne das es zu so starken Verunreinigungen käme. „Nur hier in der Windmühlenstraße achtet man nicht darauf. Und der Hauseigentümer schert sich einen feuchten Kericht.“ Mit seinem Ärger ist das Ehepaar  nicht allein. Auch Nachbar Hassan Esfahani will die Lage vor dem Containerstellplatz nicht einfach hinnehmen. „Ich wohne in dem Haus. Das ist eine Katastrophe“, sagt Esfahani. Immerhin: Die Abfuhr geschehe recht leise, sagt Esfahani. 

Die Stadt sei nicht berechtigt, auf Privatgrundstücken nach Gutdünken aufzuräumen, bestätigt Sprecherin Pamela Klages, „das ist doch nachvollziehbar, Sie möchten auch nicht, dass wir auf ihr Grundstück kommen, wenn gerade mal nicht aufgeräumt ist.“ Allerdings habe man den Eigentümer angeschrieben und gebeten, die Missstände zu beseitigen. Eine Pflicht zum Eingreifen habe die Stadt allerdings, wenn von einem Grundstück eine Gefährdung ausgeht, etwa durch Ungeziefer, sagt Klages noch.

Über eine große Ansammlung an leeren Kartons vor der Tür des Waffel-Geschäfts, das am Freitag eröffnen soll, wird sich Melcher nicht weiter ärgern müssen. „Aha hat das Papier nicht mitgenommen. Ein Kollege holt es mit einem Anhänger ab“, verspricht Sahin Yasar, einer der Geschäftsführer des Cafés Waffel Dream.

Zwei für Papier gedachte Säcke sind mit Restmüll gefüllt. Aha hat sie liegen gelassen. Quelle: Benjamin Behrens

Von Benjamin Behrens

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