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14:22 22.02.2018
Rund 100 Feuerwehrangehörige, Stadtmitarbeiter und Politiker haben sich im Dorfgemeinschafthaus Stöckendrebber versammelt. Quelle: Benjamin Behrens
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Stöckendrebber

 Bei der Sitzung des Stadtkommandos der Feuerwehr am Sonntag, bestimmte ein Thema eindeutig die Veranstaltung: der Wunsch nach besserer Kommunikation zwischen Ortsfeuerwehren, Kommando und Verwaltung. Nachwuchsarbeit, Investitionen in Ausrüstung, Fahrzeug und Gebäude, sowie die geänderten Anforderungen beschäftigten die Einsatzkräfte ebenfalls. 

Unwetter stellen neue Anforderungen an die Feuerwehr

Stadtbrandmeister Robert Krenz ließ im Dorfgemeinschaftshaus Stöckendrebber vor den rund 100 Zuhörern aus Feuerwehr, Verwaltung und Politik das Einsatzjahr Revue passieren. 491 Einsätze hatten die Kameraden aus dem gesamten Neustädter Land zu bewältigen, den größten Teil nahmen mit 347 die technischen Hilfeleistungen in Anspruch. „Die Hoffnung, die ich vor drei Jahren hatte, hauen uns die regelmäßigen Unwetter kaputt“, sagte Krenz im Hinblick auf seinen Wunsch nach weniger Belastung für die Einsatzkräfte. Im Vergleich zu noch 92 Fällen in 2016, mussten die freiwilligen Feuerwehren 2017 nur 62 Brände löschen. 

Stadtbrandmeister Robert Krenz zieht Bilanz aus dem vergangenen Feuerwehr-Jahr. Quelle: Benjamin Behrens

Stadtverwaltung wünscht sich offenere Kommunikation

Weniger Brandbekämpfung, mehr technische Hilfeleistung – diese geänderten Anforderungen, nahm Krenz zum Anlass, in seiner Präsentation, das Konzept der Stadt im Feuerwehrbedarfsplan ausführlich darzustellen. „Die Technik schreitet natürlich immer voran. Wenn wir Neubeschaffungen machen, wird der Stand der Technik bestellt und nicht irgendeine abgelegte Geschichte“, sagte Krenz. 

Mancher ist die stetigen Nachprüfungen leid, wenn Bedarfe angemeldet werden: „Wir haben vor Jahren schon Gutachten gemacht, sollen wir solange Gutachten machen, bis es passt“, sagte Hans-Jürgen Grigat, der 21 Jahre lang als Brandabschnittsleiter der Feuerwehren Garbsen, Neustadt und Wunstorf im Amt war. Christoph Richert, Fachdienstleiter des Bereichs Recht, Versicherungen und Feuerwehr, nahm Stellung zu der Kritik. „Wenn die Feuerwehr Fachkonzepte hat, muss ich das auch wissen, wie ich sie ausrüsten soll“, sagte Richert. „Ich weiß nicht, wo das Gemaule herkommt. Ich verlange eine ehrliche Zusammenarbeit“, betonte Richert. „Wir haben keine Geheimnisse“, sagte Krenz als Reaktion. Bürgermeister Uwe Sternbeck bedankte sich für die Arbeit der Einsatzkräfte und mahnte ebenfalls mehr offenen und direkten Austausch. „Wir sind Ruderer in einem Boot“, sagte Sternbeck.

Fachdienstleiter Christoph Richert äußert sich zur Kritik am Konzept der Stadt für die Aufgaben der Feuerwehr. Quelle: Benjamin Behrens

Auch ein Rückblick auf die Nachwuchsarbeit stand in der Tagesordnung. Trotz leichtem Rückgang bei den Mitgliederzahlen, blickt Stadtjugendwart Tobias Hapke positiv in die Zukunft der Jugendfeuerwehren. „Wir sind sehr gut aufgestellt.“ 

Zehn Beförderungen und drei Ehrungen

Zehn Beförderungen standen ebenfalls in der Tagesordnung. Außerdem waren Ehrungen vorgesehen.

Neun Beförderungen standen in der Tagesordnung. Quelle: Benjamin Behrens

Brandmeister Frank Meyer aus Dudensen erhielt das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande, Otternhagens Ortsbrandmeister Sascha Schneider wurde mit der silbernen Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbands geehrt. Stadtverwaltungsmitarbeiter Kai Knigge bekam die zivile Version des  silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichens am Bande angesteckt.

Hanko Thies, Branddirektor des Amts für Brand- und Katastrophenschutz der Polizeidirektion Hannover (von links), mit den Geehrten Kai Knigge, Frank Meyer und Sascha Schneider. Quelle: Benjamin Behrens

Von Benjamin Behrens

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