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Umland Neustadt Nachrichten Neues Bad nimmt langsam Form an
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00:16 17.09.2017
Von Kathrin Götze
Helmut Eisbrenner genießt die Aussicht vom späteren Fitnessraum in die Schwimmhalle. Quelle: Kathrin Götze
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Neustadt

Es ist ein Mammutprojekt, das Neustadts Wirtschaftsbetriebe da vor der Brust haben. 20 Millionen Euro fließen in den Neubau, der ab dem nächsten Frühjahr Hallen- und Freibad ersetzen soll. Nach einigen Verzögerungen ist der einst angesetzte Voreröffnungstermin Mitte Oktober nicht zu halten. Für Wirtschaftsbetriebe-Geschäftsführer Helmut Eisbrenner kein Grund zur Panik: "Für mich ist das Entscheidende, dass wir den Kostenrahmen halten und ein fertiges Bad in guter Qualität eröffnen", sagt er. Am neuen Nienburger Bad sei beispielsweise im Betrieb weiter gebaut worden, das wolle man hier vermeiden.

Es sieht auch noch arg nach Baustelle aus, wie ein Rundgang mit dem Geschäftsführer durch das Gebäude zeigt. So werden auch demnächst die Badegäste gehen: Der Parkplatz bietet 140 Stellplätze, ist mit dem Auto von der Leinstraße aus zu erreichen, für Fußgänger und Radfahrer gibt es auch eine Zuwegung vom Großen Weg her. Durch den Haupteingang tritt man ins Foyer ein. Vor einer großen Durchblickscheibe in die Schwimmhalle sollen demnächst Stehtischchen aufgestellt werden, links geht es am bisher nur rudimentär erkennbaren Kassenbereich in den Umkleidetrakt.

Auch dort ist noch einiges zu tun: Schränke, Bänke, Türen und Zwischenwände fehlen noch, auch die Duschräume sind im Rohzustand. Ein Mitarbeiter des Fenster-Lieferanten beklebt die frisch eingesetzten Scheiben mit Schutzfolie. Vier Becken sind in den Schwimmhallen bereits zu erkennen, zum Teil auch schon mit den pflegeleichten Edelstahlbecken ausgekleidet. Ein Gruppen- und ein Lehrschwimmbecken, ein großes Sportbecken mit Sprungbereich und ein Kleinkind-Planschbecken in einem etwas abgeteilten Raum gehören dazu. An der Außenwand ist ein Loch für eine Rutsche zu sehen, 70 Meter lang, mit Zeitmesser und Lichteffekten, wird sie sicher zur attraktion für die jungen Badbesucher.

Draußen gibt es noch eine Rutsche, deutlich kürzer und flacher führt sie auf drei  Bahnen in den so genannten Natur-Badeteich; ein Betonbecken, das mit Spezialfolie ausgekleidet wird. Das Wasser darin kommt ohne Chlor aus, es wird in einem Extrabecken nebenan geklärt. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch der Badeteich im abgeteilten Saunabereich.

Gegen Aufpreis wird dieser von der Schwimmhalle aus zugänglich sein, die Ausstattung wird edel und abwechslungsreich, mit verschiedenen Saunen, einem Dampfbad und einem Infrarotraum, eigenem Gastronomiebereich und Kaminzimmer. Im Obergeschoss hat sich die Actic Fitness eingemietet. Es gehört zum Konzept der skandinavischen Kette, die Studios Schwimmbädern anzuschließen. Im Abo ist dann der Eintrittspreis fürs Bad eingeschlossen, dessen Umkleidekabinen und Duschen die Kunden auch mitnutzen.

Und durch ein großzügiges Fenster geht der Blick auf die Schwimmhalle. "Neulich war der Stress auf der Baustelle mal heftig", erzählt Eisbrenner, "aber als ich dann hier runtergeguckt habe, da ging mir das Herz wieder auf."

Mitarbeiter werden noch gesucht

Die Eröffnung des Bades hängt auch davon ab, dass für den Betrieb genug Mitarbeiter gefunden werden. Besonders für die Wasseraufsicht werden noch Leute gesucht, sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit oder als Aushilfen. Von den aktuell acht Mitarbeitern aus dem Hallenbad steigt die Zahl dann laut Eisbrenner auf 22 Vollzeit-Stellen. "Das können leicht 30, 40 Leute werden", sagt Eisbrenner.

Abgerechnet wird per Chip-Armbändchen, Speisen oder Saunabesuche werden dann am Schluss des Besuchs bezahlt. Auch Zeit-Abos mit Vergünstigungen wird es geben, aber keine Geldwert-Karten mehr wie im alten Bad. Nach Schließung des Badeparks in Garbsen habe man die Besucherprognosen noch einmal nach oben korrigiert: Statt mit 150.000 rechne man jetzt mit 160.000 Besuchern. "Das gilt ab dem dritten Betriebsjahr, wenn das Bad erstmal bekannt ist", sagt Eisbrenner.

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