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Rahlfs plant Bebauung am ZOB Neustadt

Neustadt Rahlfs plant Bebauung am ZOB Neustadt

Ein zweigeteilter Gebäudekomplex für Geschäfte und Büros, mit Lichthöfen, Tiefgarage und einer Sichtachse zur Innenstadt: So könnte das neue Tor zur Stadt am ZOB aussehen. Investor Rahlfs Immobilien hat bei den städtischen Wirtschaftsbetrieben einen viel versprechenden Entwurf vorgelegt, der bis 2020 umgesetzt sein könnte.

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So könnte dem ersten Entwurf zufolge der Blick zwischen den beiden geplanten Gebäuden hindurch Richtung Bahnhof aussehen.

Quelle: Rahlfs Immobilien/Neustädter Bauplanung

Neustadt.  Mit einem bekannten Investor wollen die städtischen Wirtschaftsbetriebe das neue Tor zur Stadt planen: Die Neustädter Rahlfs Immobilien GmbH habe ein „integratives und vielschichtiges Konzept“ für die Bebauung der wunstorfer Straße 4 bis 10 abgegeben und sich so gegen die Mitbewerber durchgesetzt, berichtet Thomas Reimann, Prokurist der Wirtschaftsbetriebe. „Eine neue Perle für die Innenstadt“, kündigen die Wirtschaftsbetriebe in ihrem Pressetext an. 

Die Entwürfe von Architekt Gence Zogaj zeigen einen Komplex aus zwei großen Gebäuden, die Fassaden aufgelockert und in Backsteinoptik, mit Arkaden, vielen Fenstern und jeweils einem Lichthof. Dazwischen bleibt eine rund 600 Quadratmeter große Passage frei, die den Blick zwischen Bahnhofsgebäude und dem geplanten neuen Einkaufs- und Rathauskomplex im Bereich Marktstraße Süd öffnet. Geplant ist, im Erdgeschoss Einzelhandel anzusiedeln, darüber Büroräume. In einer Tiefgarage soll Platz für rund 90 Autos sein, den oberen Abschluss bilden begrünte Dachterrassen, wie es im Konzept heißt. Die haustechnischen Anlagen würden nach dem neusten Stand der Technik energieeffizient und ökologisch nachhaltig ausgelegt.

Die Stadtbibliothek ist als möglicher Mieter im Gespräch, auch die Region hat schon vor längerer Zeit Interesse an Büroräumen in Neustadt bekundet. Rahlfs rechnet mit hoher Nachfrage, wie er sagt, sowohl von ortsansässigen als auch überregionalen Interessenten. Damit stünde der Fertigstellung nichts mehr im Weg. „Jetzt, wo wir den Zuschlag erhalten haben, kann es richtig losgehen“, sagt Rahlfs, „das ist das Schönste bei diesen Projekten: Der Moment, wenn es ernst wird und wir dem Baustart entgegenfiebern.“

Projektleiter Jost Kemmerich, Architekt Gence Zoraj, Projektentwickler Dirk-Wilhelm Rahlfs und Wiretschaftsbetriebe-Prokurist Thomas Reimann stel

Projektleiter Jost Kemmerich, Architekt Gence Zoraj, Projektentwickler Dirk-Wilhelm Rahlfs und Wiretschaftsbetriebe-Prokurist Thomas Reimann stellen die Pläne für den Bahnhofsvorplatz vor.

Quelle: Kathrin Götze

Der Zeitplan ist straff getaktet: Mietvertragsverhandlungen stehen bis Mitte März darin, der Baustart für Januar 2019, die Bauzeit ist mit 18 Monaten veranschlagt –damit würden die Gebäude noch 2020 fertig. Der Umfang des Vorhabens liege zwischen 20 und 30 Millionen, schätzt Reimann. So habe man sich auch bei der Investorensuche einige Mühe gegeben, habe das Projekt auch bei der Immobilienmesse Expo Real in München annonciert. Bis 30. November habe man mit mehreren Bewerbern die Angebote konkretisiert – schließlich fiel die Wahl auf den örtlichen Anbieter. Auch der Aufsichtsrat habe zugestimmt, sagt Reimann, der Rahlfs „höchstprofessionelle Arbeitsweise und vertrauensvollen Umgang“ bescheinigt.

Rahlfs hatte zuletzt die Seniorenresidenz an der Mecklenhorster Straße errichtet, im Auftrag der Wirtschaftsbetriebe die Flüchtlings- und Sozialwohnungen an der Ecke Gerhart-Hauptmann- und Fontanestraße gebaut. Aktuell ist das Unternehmen dabei, das ehemalige Kaufhaus Hibbe auszubauen, hat mit H&M, Fitness Future und dem TanzCentrum Kressler dort attraktive Anbieter in die Innenstadt geholt.

Die Zweiteilung ist von stadtplanerischer Seite vorgegeben. Es gehe darum, ein Tor zu schaffen, keine Barriere, hatte Bürgermeister Uwe Sternbeck während der Vorplanungen gesagt. Das Grundstück soll im Besitz der städtischen Wirtschaftsbetriebe bleiben, der Investor nutzt es gegen Erbpacht.

So könnte der blick über die bahnhofskreuzung auf das Gebäude aussehen - die Schriftzüge sind zunächste symbolisch, Mieter stehen noch nicht fest

So könnte der blick über die bahnhofskreuzung auf das Gebäude aussehen - die Schriftzüge sind zunächste symbolisch, Mieter stehen noch nicht fest.

Quelle: Rahlfs Immobilien/Neustädter Bauplanung

Von Kathrin Götze

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