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Soldaten sind Ersthelfer nach schwerem Verkehrsunfall

Neustadt Soldaten sind Ersthelfer nach schwerem Verkehrsunfall

Durch ihre schnelle Hilfe nach einem schweren Verkehrsunfall haben Soldaten des Panzergrenadierbataillons 33 vermutlich Leben gerettet. Noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte kümmerten sie sich um Verletzte und räumten Trümmer von der Straße. Dafür wurden sie von Polizei und Feuerwehr sowie von Angehörigen der Unfallopfer ausdrücklich gelobt.

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Soldaten des Panzergrenadierbataillons 33 halfen: Hauptgefreiter Mario Unruh (von links), Hauptgefreiter Vincent Potthoff, Oberstabsgefreiter Niklas Thormann, Hauptgefreiter Nico Thiemann und Oberstabsgefreiter Barish Dogan. Auf dem Bild fehlt Obergefreiter Marvin Dützmann.
 

Quelle: Bundeswehr

Luttmersen.   Mit ihrer schnellen und umsichtigen Hilfe haben sechs Soldaten der 3. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 33 nach einem  tödlichen Frontalzusammenstoß am Freitag bei Neustadt vermutlich mehrere Leben gerettet, teilt Oberleutant Max Pritzke von dem in Luttmersen stationierten Bataillon mit. Bei dem Unglück mit zwei Fahrzeugen waren eine 22-jährige Mutter und ein 63-Jähriger getötet worden. Dass sich  vier weitere Beteiligte heute auf dem Weg der Besserung befänden, sei vor allem der schnellen Reaktion der Soldaten aus Neustadt zu verdanken. 

„Hauptgefreiter Vincent Potthoff erlebte den Unfall aus unmittelbarer Nähe. Anstatt weiterzufahren und sich vom Unfallort zu entfernen, wie es andere Zeugen taten, reagierte er sofort, hielt an und eilte mit dem „Erste-Hilfe-Koffer“ zur Unfallstelle“, berichtet Pritzke. Dort half er dabei ein sechs Monate altes Kleinkind aus dem völlig zerstörten Auto lebend zu bergen und eine weitere beteiligte Frau seelisch zu betreuen. 

Noch bevor die ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten an der Unfallstelle ankamen, trafen fünf weitere Soldaten der Kompanie ein. Die Panzergrenadiere verschafften sich Zugang zu den im Auto eingeklemmten Personen und konnten die Schwere der Verletzungen feststellen. Die dabei ergriffenen Maßnahmen zur Erstversorgung belegten die Wichtigkeit der Einsatzersthelferausbildung, die jeder Soldat in der Bundeswehr alle zwei Jahre zu absolvieren hat, erklärte Pritzke. „Darüber hinaus entschieden die Soldaten, Trümmer auf der Straße zur Seite zu räumen, damit eintreffende Einsatzkräfte bis an die Unfallstelle vorrücken konnten.“ Nach Eintreffen der Polizei, den Rettungskräften und der Feuerwehr halfen die Kameraden beim Tragen der Verletzten für den Transport in das Krankenhaus. 

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Schwerer Verkehrsunfall auf der Leinstraße zwischen Neustadt und Empede: Zwei Beteiligte starben, vier wurden verletzt.

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Für die Helfer stünde nun die Verarbeitung der Geschehnisse und Bilder im Vordergrund. Dabei würden die Soldaten in erster Linie durch die Truppenpsychologin betreut. „Wesentlich für die Aufarbeitung der Ereignisse sind darüber hinaus die Gespräche mit den eigenen Kameraden. Es tut gut, im engen Kreis darüber zu sprechen“, sagt der Oberstabsgefreite Niklas Thormann. 

„Die tatkräftige Unterstützung und Zivilcourage der Neustädter Soldaten des Grenadierverbandes aus Luttmersen ist eine herausragende Leistung, die einer besonderen Anerkennung bedarf“, ist Pritzke überzeugt. Während viele Zeugen keine Hilfe leisteten und den Unfallort verließen, hätten sich die Soldaten der 3. Kompanie entschieden, sofort zu helfen. Der Dank vor Ort durch Polizei und Einsatzkräfte, aber auch später im Krankenhaus durch die Angehörigen, sei für die Erst-Helfer in Uniform von besonderer Bedeutung gewesen. 

Die Stadtverwaltung und die Polizei ziehen nun Konsequenzen aus dem tödlichen Unfall auf der Leinstraße:  Noch in diesem Monat soll ein Überholverbot angeordnet werden.

Von Thomas Tschörner

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