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Nachrichten Kubald: „Insolvenz war nicht meine Absicht“
Umland Neustadt Nachrichten Kubald: „Insolvenz war nicht meine Absicht“
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09:49 23.05.2014
Das Unternehmen Kubald hat bisher Leuchtreklamen hergestellt. (Symbolbild) Quelle: Radel
Neustadt

Es wird viel hinter vorgehaltener Hand getuschelt, immer wieder ist der Vorwurf zu hören, Firmenchef Alexander Kubald habe „das Ding absichtlich gegen die Wand gefahren.“ Der Unternehmer verwehrt sich die Anschuldigung: „Das habe ich sicher nicht absichtlich herbeiführen wollen“, sagt er.

Die Firma schreibe seit etwa zehn Jahren Verluste, Schuld sei unter anderem der enorme Preisverfall in der Branche. „Wir bekommen pro Produkt heute nur noch die Hälfte des Preises wie vor fünf oder sechs Jahren“, führt er aus. Hinzu komme, dass unternehmen zum Beispiel aus der Türkei deutlich günstiger und qualitativ nicht schlechter seien.

Der 47-Jährige ist seit rund 30 Jahren Chef des Unternehmens, das seine Urgroßeltern gegründet haben. „Es tut mir leid für unseren Betrieb, ich bin mit ihm aufgewachsen und das schüttelt man nicht einfach ab“, sagt er. Kubald fügt hinzu, dass ihm diese Aussage mancher nicht glauben will, spricht davon , dass ihm in den letzten 90 Tagen seit der Betrieb unter Insolvenzverwaltung stehe, „jeden Tag Häme, Hass und Frustration entgegenschlagen“, wenn er in die Firma komme.

Er selbst will mit einigen Mitarbeitern in der selben Branche weitermachen, nur noch Projektleitung und Vertrieb übernehmen und anderswo fertigen lassen. Er hofft, dass Großkunden wie Esso, Shell und McDonalds ihm treu bleiben, bisher sehe es so aus als würden drei Viertel bei der Stange bleiben.

Susanne Döpke

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Kubald ist am Ende. Das Unternehmen, das mit 100 Mitarbeitern in Poggenhagen Leuchtreklamen herstellt, wird geschlossen. Mitte Juni sind laut Insolvenzverwalter Ralph Bünning alle Aufträge abgewickelt. Seit Februar steht das Betriebsvermögen unter Fremdverwaltung.

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