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Verkehrskonzept: Cityring ist noch immer im Gespräch

Neustadt Verkehrskonzept: Cityring ist noch immer im Gespräch

Mit den Plänen für die Bebauung des Bahnhofsvorplatzes kommt erneut die Frage nach einem Verkehrskonzept für Neustadts Innenstadt auf. Die Stadtverwaltung werde noch in der ersten Jahreshälfte ein überarbeitetes Konzept vorstellen, heißt es. Auch die Idee eines Cityrings ist darin noch enthalten.

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Die Wunstorfer Straße vor dem Bahnhof ist stark befahren.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt.  Die Frage beschäftigt die Neustädter immer wieder: Wie kann die die Verkehrsprobleme in der Innenstadt langfristig lösen? Speziell wenn neue Pläne vorgestellt werden, kocht die Debatte um ein Verkehrskonzept hoch. Letzten Anlass gaben die Pläne für einen Geschäfts- und Bürokomplex auf dem Bahnhofsvorplatz, den die Firma Rahlfs Immobilien bis 2020 erstellen will.

Zwischen zwei mächtigen Gebäudeteilen an der Wunstorfer Straße  ist ein Durchgang zu ZOB und Bahnhof geplant. Doch wo sollen die Fußgänger die Fahrbahn queren, fragt beispielsweise Zeitungsleser Wolfgang Knebel. Für einen zusätzlichen Fußgängerüberweg fehle zwischen den beiden Ampeln an Landwehr- und Bahnhofskreuzung schlicht der Platz.

Stadtsprecher Benjamin Gleue hat bei den Verkehrsplanern nachgefragt: Aktuell werde das  Verkehrskonzept überarbeitet, es werde sowohl  eine Mikro-Konzept  für die Innenstadt als auch ein Makro-Konzept  für den gesamtstädtischen Verkehr beinhalten. „Das überarbeitete Verkehrskonzept soll demnächst fertig sein und voraussichtlich noch in der ersten Jahreshälfte 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt werden“, verspricht Gleue. Darin werde unter anderem geregelt, wie und wo die Wunstorfer Straße auf Höhe des neuen Gebäudekomplexes künftig gequert werden kann und wie die dort entstehende Tiefgarage angesteuert wird.

 Dabei bleibe auch die Idee von einem City-Ring mit Einbahnstraßenregelung eine Option. Demnach würde die Wunstorfer Straße vor dem Bahnhof nur noch Richtung Norden befahren, die Leinstraße nur noch Richtung Süden. Diese Möglichkeit soll zunächst aber in einem Probelauf getestet werden –wann, stehe allerdings noch nicht fest. So lange die B-6-Brücke gesperrt bleibt und der Schwerlastverkehr durch die innenstadt rollt, sei das nicht möglich –also mindestens bis Ende des Jahres.

Da eine dauerhafte Einbahnstraßenregelung an einer Bundesstraße nicht möglich ist, habe die Stadtverwaltung längst Gespräche bezüglich einer möglichen Verlegung der B442 mit den übergeordneten Stellen geführt. Für den Probelauf wäre eine Verlegung aber nicht nötig.

„Grundsätzlich gilt: Nicht alle Überlegungen des Verkehrskonzeptes können realisiert werden“, schließt Gleue. Es sei angedacht, den Verkehrsfluss durch die Kernstadt in mehreren Stufen neu zu gestalten. Die Umsetzung ist vergleichbar mit der Innenstadtentwicklung: Auch dabei würden nicht alle Mosaiksteine gleichzeitig fertiggestellt.

 

Von Kathrin Götze

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