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Umland Neustadt Nachrichten Versorgungsbataillon 141 ist „excellent“
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12:07 01.06.2018
Oberstleutnant Alexander Eisentraudt freut sich über die Leistungen seiner Soldaten. Quelle: Thomas Tschörner
Luttmersen

Das multinationale Versorgungsbataillon für die Nato-Speerspitze (VJTF –Very High Readiness Joint Task Force) ist als erster Verband der VJTF-Brigade mit einem „excellent“ zertifiziert worden, berichtet Oberleutnant Stefanie France, Sprecherin des Versorgungsbataillons 141 aus Luttmersen. Das Neustädter Bataillon stellt nicht nur einen Großteil der Soldaten des multinationalen Verbandes, sondern leitet diesen auch (siehe Kasten). Damit sei die Übung in Bergen einer voller Erfolg gewesen.

„Ich als Kommandeur verneige mich vor den Leistungen, der hohen Motivation und dem hohen Engagement jedes einzelnen Soldaten und zolle meinen höchsten Respekt“, sagt Oberstleutnant Alexander Eisentraudt, Kommandeur des Versorgungsbataillons 141 und des multinationalen Versorgungsbataillons. Eisentraudt sieht in dem Ergebnis einen wichtigen Meilenstein und eine gute Grundlage zur Wiedererlangung der ureigensten logistischen Grundfähigkeiten und den damit verbundenen weiteren Ausbildungen. Ziele seien die Herstellung der Einsatzbereitschaft und die Fähigkeit, multinationale Kampftruppenbrigaden im Einsatz zu versorgen. „Die Logistik muss seit der Besetzung der Krim wieder die Landesverteidigung lernen“, sagt Eisentraudt.

Angehörige des Versorungsbataillons 141 trainieren die logistische Unterstützung einer multinationalen Kampftruppenbrigade.

Auf die Aufgabe, maßgeblich die Versorgung der VJTF-Brigade zu übernehmen, hat sich das Neustädter Bataillon intensiv vorbereitet, zuletzt während einer dreiwöchigen Übung in Bergen/Kreis Celle. Dort wurde die Arbeit auf dem Gefechtsstand zur Führung der unterstellten Einheiten ebenso trainiert wie die logistische Versorgung, erklärte France. Nach Alarmierung und Zusammenziehung sowie Verlegung wurden zunächst zwei, später dann drei Brigadeversorgungspunkte erkundet, eingerichtet, betrieben und gesichert. Auch der Wechsel des Stabes und der Kompanien in andere Geländeabschnitte war Teil der Übung.

Die Übung in Bergen sei die erste Möglichkeit für das VJTF-Versorgungsbataillon gewesen, alle zuvor vom Stab und den Kompanien separat geschulten Prozesse im Zusammenwirken aller Komponenten zu üben und zu verbessern. Das Vorgehen des multinationalen Versorgungsbataillons bei der Übung habe letztlich dazu geführt, dass es als erster Verband der VJTF-Brigade mit einem „excellent“ zertifiziert worden sei. Für Eisentraudt ist der nächste große Schritt die Übung Trident Juncture in Norwegen. An der Großübung beteiligen sich rund 40.000 Soldaten aus Heer, Luftwaffe und Marine aus 28 der 29 Nato-Länder.

Das multinationale Versorgungsbataillon

Das multinationale Versorgungsbataillon, das international als CSS (Combat Service Support) bezeichnet wird, besteht im Wesentlichen aus Soldaten der Bundeswehr, von denen wiederum das Versorgungsbataillon 141 den größten Anteil beisteuert. So stellt das Bataillon, dass in Luttmersen mit zwei Kompanien und dem Stab sowie mit je einer Kompanie in Munster und Rotenburg/Wümme stationiert ist, für die VJTF-Brigade den kompletten Stab sowie die beiden Kompanien aus Luttmersen. Dazu kommen Spezialisten aus den beiden anderen Standorten, etwa für die Instandsetzung von Artillerie. Jeweils eine Kompanie stellen die Versorgungsbataillone 7 (Unna) und 142 (Hagenow). Der deutsche Anteil besteht aus rund 1098 Soldaten und 837 Fahrzeugen, der multinationale Anteil aus 251 Soldaten aus Norwegen, Belgien, Luxemburg und Niederlanden.

Von Thomas Tschörner

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