Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Neustadt Biogas-Erweiterung: Neue Chance für Einsprüche
Umland Neustadt Biogas-Erweiterung: Neue Chance für Einsprüche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:42 15.03.2019
Die Biogasanlage Resseriethe soll mehr Leistung bringen, wenn es nach den Betreibern geht. Quelle: Kathrin Götze
Schneeren

Mehr Lagerplatz für Gärreste, längere Betriebszeiten, mehr Lieferverkehr. Das sind die wichtigsten Veränderungen, die die geplante Erweiterung der Biogasanlage an der Resseriethe in Schneeren mit sich bringen wird. Die Betreiber planen, die Anlage von derzeit 500 Kilowatt elektrischer Leistung auf dann 1,7 Megawatt hochzuregeln. Aus einem ersten Planungsversuch hatten sich die Betreiber vor rund zwölf Jahren wegen heftiger Proteste im Dorf zurückgezogen, nun wird die Planung neu aufgelegt.

Die alten Unterlagen sind nun neu zusammengestellt, alte Gutachten auf neuen Stand gebracht worden. Als nächste Schritt nach einer Beratungsrunde durch Ortsrat, Umwelt- und Verwaltungsausschuss würden die Planungsunterlagen erneut ausgelegt – wer Einwände oder Anmerkungen gegen die Planung hat, bekommt dann erneut die Chance, sich zu äußern. Wenn der Verwaltungsausschuss wie geplant am 29. April grünes Licht gibt, wird diese Auslegung bekannt gemacht. Statt der üblichen vier Wochen gibt es dann sechs Wochen Zeit für Stellungnahmen, „da geht die Stadt wohl von einem erhöhten Diskussionsbedarf aus“, meint Ortsbürgermeister Stefan Porscha (CDU).

Den hatte in einer ersten Beratungsrunde vor dem so genannten Grundsatzbeschluss auch schon der Ortsrat: Insbesondere die SPD hatte darauf gedrungen, dass die Anlage besser begrünt werden muss und dass die Anfahrtswege für den Lieferverkehr klar geregelt werden müssen. Um die Anlieger der Zufahrtssstraße nicht zu stark zu belasten, ist eine Einbahnstraßenregelung im Gespräch: Die Transporter fahren über die Resseriethe zur Anlage und über einen neuen Wirtschaftsweg in der Feldmark und die Landesstraße 360 wieder weg. Das genaue Konzept dafür solle noch vor dem Ortsratstermin am Donnerstag, 28. März vorgelegt werden, sagt Porscha. In der Sitzung, die um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus beginnt, wird das Thema erneut besprochen.

An den erneuten Antrag wagen sich die Betreiber auch, weil es im Dorf etwa 30 Interessenten gibt, die sich an das Nahwärmenetz der Anlage anschließen lassen möchten – bisher umfasst es 51 Gebäude, läuft in einer Schleife von rund fünf Kilometern Länge durch den Ort. Auch ein Anschluss von Schule und Sporthalle sei denkbar, sagt Porscha – zeitlich würde es sogar ziemlich gut passen, weil die Stadt die Sporthalle voraussichtlich ab dem nächsten Jahr einer Grundsanierung unterziehen wird, dann könne ein neues Heizungssystem gleich mitgedacht werden.

Von Kathrin Götze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es dürfte wieder voll werden in Neustadt. Der Sonntag ist wieder ein verkaufsoffener. Auf dem Schützenplatz läuft außerdem der Frühlingsmarkt.

18.03.2019

Der Umstieg auf ein Elektroauto oder das E-Bike ist für viele Autofahrer ein großer Schritt. Ein Berufsschullehrer aus Bordenau will jetzt dabei helfen, Ängste abzubauen.

15.03.2019

Der Theater- und Konzertkreis (TKK) Neustadt zeigt am Sonnabend, 16. März im Theater im Gymnasium Neustadt Peter Yeldhams Komödie „Auf und davon“ in einer Inszenierung von Axel Stöcker vom Theater für Niedersachsen (TfN).

15.03.2019