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Neustadt Hornissen leben friedlich im Kletterpark
Umland Neustadt Hornissen leben friedlich im Kletterpark
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16:04 11.07.2018
Eine Hornisse in Nahaufnahme. Quelle: Archiv
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Mardorf

Hin und wieder summt es mächtig, am Einstieg in den Anfängerparcours im Hochseilgarten Seatree in Mardorf. In einem hohlen Baum nahe an der Aufstiegsleiter haben Hornissen sich ein Nest gebaut. Seit die Park-Mitarbeiter sie Anfang Juli entdeckt haben, verläuft das Zusammenleben mit den fliegenden Gästen geradezu vorbildlich friedlich.

Die Großwespen stehen unter strengem Artenschutz. Kletterpark-Koordinator Markus Jürgens hat gleich nach der Entdeckung des Nests Kontakt zum Naturpark-Ranger Hendrik Holte aufgenommen, um sich fachmännisch beraten zu lassen. „Weil das Nest im Baumstamm sitzt, ist an eine Umsetzung nicht zu denken“, sagt Holte. Allerdings ist das Zusammenleben mit den Tieren auch weit weniger problematisch als es volkstümlich angenommen wird. „Hornissen sind vom Wesen her friedliebender als beispielsweise Wespen“, erläutert Holte. Nur dem Nest sollte man nicht allzu nahe kommen. „Am Eingang sitzt eine Wächterin. Wenn man näher als etwa einen halben Meter an das Nest herankommt, dann schlägt sie Alarm“, sagt Holte. Dann könne es auch zu Stichen kommen.

Im Hochseilgarten ist das noch nicht passiert. „Wir weisen alle Besucher auf das Nest hin, binden es auch bei unseren Sicherheitseinweisungen für die Kletterer mit ein“, berichtet Kletterpark-Koordinator Markus Jürgens. Seitdem haben schon zahlreiche Schulklassen den Parcours absolviert. Manchmal fliegt eine der Hornissen vorbei, ohne dass ein Kind gestochen worden wäre. „Wir weisen gerade die Jüngeren schon darauf hin, dass sie da lieber keinen Blödsinn machen“, sagt Jürgens. Nicht nach den Tieren schlagen, nicht zu nah ans Nest gehen, in seiner Nähe ruhig bleiben, so einfach ist es. Und die Kinder halten sich daran, nehmen so eine zusätzliche Naturkunde-Lektion vom Besuch im Hochseilgarten mit.

Mit Hornissen lässt es sich leben, wenn die Menschen Rücksicht nehmen. Das zeigt sich im Mardorfer Hochseilgarten Sea Tree, wo Mitarbeiter die Besucher auf die geflügelten Gäste hinweisen.

Aus Sicht der Mitarbeiter bringen die geflügelten Gäste sogar Vorteile mit sich: „Wir haben in diesem Jahr weder Mücken noch Wespen im Park“, sagt Jürgens. Und anders als ihre kleineren Gattungsgenossinnen, interessieren sich die Hornissen nicht für Obst oder Süßspeisen, die die Besucher an den Picknicktischen auspacken. Erlebnispädagoge Jürgens hat viel über die Hornissen gelesen und ein Infoblatt erstellt, das nun am Baum neben dem Einflugloch hängt. „Spätestens im Oktober ist es wieder vorbei“, sagt er.

Von Kathrin Götze

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