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Neustadt Schulversuch „Kooperativer Hort“ kann starten
Umland Neustadt Schulversuch „Kooperativer Hort“ kann starten
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00:41 15.06.2018
Die Umbauarbeiten für die Mensa laufen bereits. Quelle: Haase
Neustadt

Nach längerem Vorlauf und einiger organisatorischer Feinarbeit sind jetzt die Voraussetzungen geschaffen, dass an der Michael-Ende-Grundschule und der Grundschule Helstorf-Mandelsloh das Projekt „Kooperativer Hort“ starten kann. „Wir werden direkt nach den Sommerferien am 8. August beginnen“, erklärt der Erste Stadtrat Maic Schillack. Die beiden Neustädter Grundschulen gehören zu insgesamt vier in Niedersachsen, die an dem Modellprojekt teilnehmen. Es ändert gewohnte Abläufe des Schulalltags.

In beiden Grundschulen arbeiten künftig Lehrer und Hortpersonal enger zusammen. Teilgebundene Ganztagsschule nennt sich das Prinzip, bei dem die üblichen 45-Minuten-Stundentafeln aufgehoben werden und die Grundschüler auch, abgesehen von sogenannten wiederholendem Lernen wie Vokabeln oder Grundrechenarten, keine Hausaufgaben mehr machen müssen. Stattdessen gibt es nachmittags „Lernzeiten“, bei denen auch die Horterzieher anwesend sind. „So lassen Unterrichts- und Betreuungszeiten besser auf die Aufnahmefähigkeit der Kinder abstimmen“, erläutert Schillack.

Einige Eltern hatten sich Wahlfreiheit gewünscht und selbst entscheiden wollen, ob ihre Kinder bis mittags in den Schulen bleiben oder das Nachmittagsangebot nutzen. Das jedoch hatte das Kultusministerium abgelehnt. Die nun gewählte Lösung sieht vor, dass an zwei Wochentagen Nachmittagsunterricht verpflichtend ist. Zwei weitere werden kurze Tage bis zum Mittag, ein fünfter Wochentag unterbreitet ein freiwilliges Nachmittagsangebot.

In Mandelsloh sind für das Modellprojekt noch Umbauarbeiten erforderlich. Weil ein „Kooperativer Hort“ zwingend eine Mensa für Verpflegung der Kinder an den fünf wöchentlichen Schultagen voraussetzt, lässt die Stadt die seit der Auflösung des örtlichen Schützenvereins nicht mehr genutzte Schießsportanlage umbauen – „eine bauliche Ad-Hoc-Maßnahme“, wie es Schillack nennt. Insgesamt hegt die Stadt an dem Standort weitere Pläne. Weil ein Baugebiet und ein Altenheim entstehen, wünschen sich der Arbeitskreis Dorfentwicklung und die Politik eine Begegnungsstätte, angelegt als Generationentreff. Geplant ist ein Anbau an der Turnhalle. Die geschätzten Kosten von 300.000 Euro will die Stadt zur Hälfte durch Zuschüsse der Europäischen Union finanzieren.

Von Bernd Haase

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