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Neustadt Schüler gegen Rassismus: Bald wird plakatiert
Umland Neustadt Schüler gegen Rassismus: Bald wird plakatiert
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18:18 30.09.2018
Die Jury hat die Siegerentwürfe ausgewählt (von links): Kerstin Faust, Marcus Buchholz, Claudina Baron-Turbanisch, Mathias Hartewieg, Moritz Barthauer, Marieke Hogrefe, Klaus-Dieter Coring-Weidner und Andrea Grams sind erfreut über das Ergebnis. Quelle: Kathrin Götze
Neustadt/Wunstorf

Ein paar Fragen sind noch zu klären. Darf eigentlich auf einem Plakat gegen Rassismus eine Nazi-Demonstration mit Hakenkreuz-Fahne zu sehen sein? Künstler und Kirchenleute haben jetzt die Gewinner eines Plakatwettbewerbs Gegen Rassismus ausgewählt. Die zehn besten von mehr als 50 Entwürfen werden Anfang November vergrößert und an insgesamt 17 Plakatwänden von Stöckendrebber bis Groß Munzel angebracht. Drei Wochen lang werden sie dort zu sehen sein.

Bunte Farben setzen sich gegen schwarz-weißes Einerlei durch, dazu kommen Sprüche wie „Für ein buntes Deutschland“, „Meine Nationalität: Mensch!“ oder „Jeder ist willkommen“. „Uns war bei der ganzen Aktion wichtig, dass sich die Jugendlichen mit dem Thema auseinandersetzen“, sagt Diakonin Claudina Baron-Turbanisch, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Klaus-Dieter Coring-Weidner das Projekt leitet. Mitgemacht haben Schüler von KGS und Gymnasium Neustadt sowie der evangelischen IGS Wunstorf, außerdem Konfirmanden aus Neustadt, Bordenau und Poggenhagen sowie junge Mitglieder des Betreuerteams A-Team. Für die Umsetzung, die insgesamt 8000 Euro kostet, gibt es Unterstützung von der Klosterkammer, der Hannoverschen Landeskirche sowie der Calenberg-Grubenhagenschen Landschaft.

Anlass für die Aktion ist der Umstand, dass sich die Reichspogromnacht am 9. November 1938 in diesem Jahr zum 80. Mal jährt. Rund um diesem Gedenktag finden insbesondere in Neustadt zahlreiche Veranstaltungen statt. Aktuell ist im Freizeitheim Leinepark die Ausstellung „Jüdisches Leben in Neustadt“ zu sehen, erweitert um kreative Arbeiten der Künstlerin Kerstin Faust mit Neustädter Schülern.

Von Kathrin Götze

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