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Neustadt Alte Pavillons finden neuen Platz in Hagen
Umland Neustadt Alte Pavillons finden neuen Platz in Hagen
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17:36 05.12.2018
Methodisch werden die Pavillons demontiert. Quelle: Heinz-Jürgen Richter
Hagen

Drei Tonnen Eisen haben acht Männer innerhalb von sieben Stunden eigenhändig im Innenhof des Amts für regionale Landesentwicklung (ArL) in Braunschweig demontiert und nach Hagen transportiert. Es handelt sich dabei jedoch nicht um Alteisen, sondern um fünf mal fünf Meter große Stahl-Pavillons mit Glasdach.

Die Behörde in der Innenstadt soll saniert werden. Der Platz im Innenhof wird daher für Baumaterialien und Maschinen benötigt und die überdachten Fahrradstellplätze sind deswegen im Weg. Der Neustädter Heinz-Jürgen Richter, Mitarbeiter des ArL in Hildesheim und mit engen Kontakten nach Hagen, machte den Vorstand des Dorfgemeinschaftsvereins auf die ausgedienten Pavillons in Braunschweig aufmerksam.

Der Vorstand erkannte sofort den Nutzen für das Dorf. „So ein Schnäppchen konnten wir uns nicht entgehen lassen“ sagte der Vorsitzende Frank Hahn. In Hagen sollen sie eine zweite Chance erhalten und zum Beispiel an der Boule-Bahn hinter der Sporthalle von Nutzen sein. „Über weitere Standplätze werden wir in der Dorfgemeinschaft noch diskutieren“, sagte Hahn.

Um sechs Uhr morgens startete das Arbeitsteam am vergangenen Wochenende nach Braunschweig. Zwei Stunden später zerlegten Richter und Hahn gemeinsam mit Thomas Pankop, Matthias Buse, Marco Kahle, Matthias Orbach und Uwe Scheibe, sowie Frank Buschbacher, Mitarbeiter der Firma Rabe-Bau aus Niedernstöcken, methodisch die drei Pavillons.

„Alles wurde sorgfältig nummeriert und verpackt, damit wir sie in Hagen auch korrekt wieder zusammen bauen können“, erzählte Hahn. Insgesamt 120 Dachbleche, sowie 60 Eisenträger und -rohre mussten verladen werden, dank der Hilfe einheimischer Firmen ging das gut. „Für die Bleche hatten wir einen Transporter vom Raiffeisenmarkt, für die Träger einen Anhänger der Dachdeckerei WolfsBau. Ein Teleskop-Lader der Firma Rabe hat uns die Arbeit erheblich erleichtert“, betonte Hahn. Um 19 Uhr war das Team wieder zu Hause. „Und am Sonntag haben Thorsten Geißler, Thomas Wimmer und ich die drei Tonnen im strömenden Regen wieder abgeladen“, sagte Hahn schmunzelnd.

Platz für 40 Personen, ein großer Schwenkgrill und Internetzugang per freiem W-Lan. So soll der neue Treffpunkt auf dem Dorfgemeinschaftsplatz Am Schiffgraben in Poggenhagen ausgestattet sein. Der Ausschuss für Regionalplanung hat zugestimmt, das Projekt Grillhütte mit 11.000 Euro zu unterstützen. Die voraussichtlichen Gesamtkosten liegen bei 43.000 Euro. Bauherr ist der Kultur- und Verschönerungsverein Poggenhagen. Von der Stadtverwaltung liege bereits eine Nutzungsgenehmigung vor, meldet Regionssprecher Klaus Abelmann.

„Auf dem Moorhenniespfad wandern Urlauber und Neustädter. Er wird aber auch von Schulklassen genutzt“, erläutert Bilge Tutkunkardes, Leiterin des Teams Naherholung der Region. „Häufig suche diese nach einem geeigneten Ort für den Tagesabschluss.“ Da könnte die geplante Grillhütte Abhilfe schaffen. Auf 50 Quadratmetern Innenfläche wäre Platz für bis zu 40 Personen. In der Mitte ist ein Schwenkgrill vorgesehen. Sanitäre Anlagen könnten im benachbarten Jugendhaus mitgenutzt werden. Die Hütte wird an das Stromnetz des Dorfgemeinschaftsplatzes angeschlossen, der Internet-Anschluss für das freie W-Lan liegt im Jugendhaus.

Von Susann Brosch

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