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Neustadt Bauarbeiten gehen in die nächste Phase
Umland Neustadt Bauarbeiten gehen in die nächste Phase
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00:18 12.10.2018
Bauarbeiten an der Leinebrücke der B6. Die Fahrbahn ist abgefräst. Kernbohrungen bereiten den nächsten Arbeitsschritt vor. Quelle: Mirko Bartels
Neustadt

Die Bauarbeiten zur Ertüchtigung der Leinebrücke der B6 gehen weiter voran. Viele Arbeitsschitte der vergangenen Monate haben, für die Verkehrsteilnehmer quasi unmerklich, unter der Brücke stattgefunden. Vollsperungen gab es nur an zwei Wochenenden, die haben den Verkehr nicht merklich gestört. Die Ergebnisse der bisherigen Arbeiten kann nur sehen, wer seitlich auf die Brücke schaut, an den Seiten und unter dem Bauwerk sind die zur Verstärkung dienenden Metallelemente zu sehen.

Bei dem neuen Bauabschnitt ist das anders: Jetzt können Autofahrer den Arbeitern zuschauen. Zur Zeit fließt der Verkehr in die Fahrtrichtungen Hannover und Nienburg mit Tempo 30 über eine Brückenhälfte, während auf dem anderen Bauabschnitt gebohrt wird.

Die Leinebrücke ist seit mehr als einem Jahr für den Schwerlastverkehr gesperrt, ein geplanter Neubau erfordert noch jahrelange Planungsverfahren, daher wird das alte Bauwerk verstärkt. „Die Verstärkung des Unterbaus in Längsrichtung ist fertiggestellt und gespannt“, sagt Uwe Schindler, Leiter des zuständigen Fachbereichs Nienburg der Landesstraßenbaubehörde. Auch große Teile der Querverstärkung sind montiert. Sie wirken wie riesige Spangen, die unter dem Brückenkörper zudrücken. Ein notwendiger Schritt, um den Verkehr in der jetzigen Form leiten zu können.

Die Bauarbeiten an der Leinebrücke der B6 gehen voran und liegen im Zeitplan. Die Verspannungsarbeiten unter dem Bauwerk in Längsrichtung sind abgeschlossen. Nun wird auf der Fahrbahn gearbeitet.

Die aktuellen Arbeiten dienen der sogenannten Schubverstärkung. Arbeiter haben die Fahrbahnbelege abgefräst und werden weit über 200 Löcher in den freigelegten Fahrbahnunterbau bohren, um die Schubverstärkungsträger zu installieren. Dabei werden Stangen durch die Bohrungen geführt und anschließend auf der Ober- und Unterseite der Brücke mit Platten verschraubt. Ist dies geschehen, werden die Bohrlöcher verschlossen und die Fahrbahn in mehreren Schritten wieder aufgebaut. Diese Technik ist bereits bei der Ertüchtigung der Schnellwegbrücke über die Hildesheimer Straße in Hannover zur Anwendung gekommen. Zur Zeit geschieht dies auf der Richtungsfahrbahn nach Nienburg, später auf der Richtung Hannover.

„Wir liegen gut im Zeitplan und hoffen natürlich auf gutes Wetter in den nächsten Wochen“, sagt Schindler. Zwar können einige Arbeitsschritte auch in Zelten und damit witterungsunabhängig umgesetzt werden, Regen sei aber für die verschiedenen Trocknungsprozesse nicht von Vorteil.

Böse Überraschungen habe es bei den Bauarbeiten bislang nicht gegeben. Die alten Pläne des Bauwerks hätten sich als zutreffend erwiesen. Zur zusätzlichen Absicherung hatten Techniker die Brücke mit Hilfe eines Ultraschall-Verfahrens untersucht.

Zum Ende des Jahres soll zumindest eine Fahrbahn der Leinebrücke wieder für den Schwerlastverkehr zur Verfügung stehen.

Von Mirko Bartels

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