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Neustadt Betreiber will „lokales Paradies“ schaffen
Umland Neustadt Betreiber will „lokales Paradies“ schaffen
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16:58 10.01.2019
Architekt Reinhard Amm (links) mit Betreiber Leonid Immermann bei einer Ortsbegehung auf dem Campingplatz Metel. Quelle: Marleen Gaida
Neustadt

Gemeinschaftsduschen kommen nicht mehr gut an. Zelten wollen heutzutage nicht mal mehr die Jugendlichen. Und Dauercamping ist illegal. Auf dem Campingplatz am See in Metel muss sich viel verändern, damit es wieder ein Ferienort nach modernen Standards wird. Leonid Immermann, der seit 2014 Betreiber des Areals ist, hofft auf einen baldigen Neustart im Neustädter Land. Der Geschäftsmann betreibt in Hannover und Berlin Hotels und möchte in Metel ein „lokales Paradies“ erschaffen, wie er sagt.

Bereits 2016 hat er dafür bei der Stadtverwaltung einen entsprechenden Antrag auf Neuordnung des Campingplatzes gestellt. Jetzt hat der Investor eine neue Konzeption vorgelegt. Er will auf einem Großteil des Geländes Ferienhäuser und ein Hotel erschaffen. Leonid Immermann: „Ich möchte den Campingplatz modernisieren. Gemeinschaftsduschen kommen für viele Gäste nicht mehr in Frage. Auch der Zeltplatz wird nicht mehr genutzt.“ Dem gebürtigen Ukrainer schwebt hingegen eine Art Jugendherberge mit langen Fluren und individuellen Sanitäranlagen vor. Der Neustädter Architekt Reinhard Amm erklärt das Vorhaben: „Zurzeit ist die Nutzung des Campingplatzes auf Wohnwagen und Zelte beschränkt. Das ist nicht mehr zeitgemäß – die Bedürfnisse der Menschen haben sich geändert.“ Das Ziel sei, Ferienhäuser zu bauen, die ganzjährig zur Nutzung zur Verfügung stehen. Nur so sei die Rentabilität des Campingplatzes langfristig gewährleistet, erklärt Amm weiter.

In Metel soll ein Hotel und Ferienhäuser entstehen

Leonid Immermann sagt, er werde langsam ungeduldig. „Die Stadt Neustadt ist sehr langsam“, meint Immermann. Dabei könne es dem Hotelbetreiber garnicht schnell genug gehen. Stadtsprecherin Nadine Schley erklärt, warum der Vorgang andauert. „In dem Antrag zur Neuordnung des Campingplatzes von 2016 war lediglich von dem Neubau von Holzhütten für Jugendgruppen die Rede. Das war politisch gewollt und wurde von allen Gremien verabschiedet. Im November 2018 präsentierte der Investor hingegen ein völlig neuen Plan, jetzt sollen Ferienhäuser und ein Hotel an dem See Platz finden. Dies ist eine vollkommene Umnutzung des Geländes und bedarf eines neuen politischen Beschlusses.“ Jetzt müsse das ganze Verfahren neu aufgerollt werden.

Am 20. März wird das neue Konzept erstmals durch den Ortsrat Otternhagen politisch beraten. Leonid Immermann würde am liebsten im Herbst dieses Jahres mit dem Bau der Ferienhäuser beginnen, damit im Sommer 2020 der Betrieb losgehen könne. Zwei Musterhäuser hat Immermann schon bestellt, diese würde er gerne sobald wie möglich aufstellen, um Werbung für sein paradiesisches Feriendomizil in Metel zu machen.

Von Marleen Gaida

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