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Neustadt Bundesstraße wird zur Dauerbaustelle
Umland Neustadt Bundesstraße wird zur Dauerbaustelle
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00:17 06.07.2018
Die Bundesstraße 6 ist ein Fall für eine bauliche Generalüberholung. Quelle: Mirko Bartels
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Neustadt

Das Stadtgebiet bildet im Verlauf der Bundesstraße 6 einen Engpass, den das Land von 2021 an beseitigen lassen will, indem es die Fahrbahn verbreitern lässt. Außerdem stehen sieben Brücken zur Erneuerung an. „Das bedeutet, dass in einem Zeitraum von etwa acht Jahren fast immer irgendwo gebaut wird“, sagte Christoph Neißner vom städtischen Tiefbauamt im Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung des Rates. Politiker trieb unter anderem die Frage um, ob das durch notwendigen Umleitungsverkehr zu einer Dauerbelastung für Dörfer im Neustädter Land wird. Dafür gibt es aber noch keine konkreten Vorstellungen.

Bei den Planungen arbeiten die Landesbehörde für Straßenbau in Nienburg und die Stadt eng zusammen. „Wir müssen unsere Wünsche jetzt äußern, weil die Straße für die nächsten sechs Jahrzehnte ertüchtigt wird“, erklärte Neißner. Was bei der Generalüberholung nicht gemacht werde, habe deshalb längerfristig keine Chance auf Berücksichtigung.

Anschlussstelle Himmelreich wird komplett umgestaltet

Das umfangreichste und vermutlich auch erste Projekt wird die Anschlussstelle Himmelreich im Norden, die ein völlig neues Gesicht und eine neue Verkehrsführung erhält. Vorgesehen ist, den problematischen Bahnübergang zu schließen und die Ortsdurchfahrt in dieser Richtung zur Sackgasse zu machen. Stattdessen wollen die Planer eine Umgehungsstraße östlich der Gleise bauen lassen und den Verkehr mit Hilfe zweier neuer Brücken über die Bahntrasse und die Bundesstraße führen. Vor den Auffahrten, die dann länger werden, sind Kreisel vorgesehen. Den Tunnel unter der B 6, den sogenannten Gerd-Peters-Tunnel, will die Stadt schließen lassen. „Das bedeutet einen etwa 500 Meter langen Umweg für Fußgänger. Aber es wäre zu kostspielig, die Unterquerung zu erhalten“, erläuterte Jörg Homeier, Fachbereichsleiter Tiefbau im Rathaus.

Die weiteren B-6-Brücken über Nordstraße, Großer Weg, Leinstraße, Suttorfer Straße, Ziegeleiberg und Mecklenhorster Straße sind zwar allesamt im Gegensatz zur großen Leinebrücke noch uneingeschränkt tragfähig, aber eben auch betagt. Das Land will unliebsame Überraschungen vermeiden und die Bauwerke gleich mit erneuern. Hier wünscht sich die Stadt, dass die Durchlässe breiter werden, um mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger zu erhalten. Eine Option ist es, die Brücke Suttorfer Straße wieder zumindest für Radfahrer, vielleicht aber auch für Autofahrer zu öffnen und das Gewerbegebiet über eine neue Straße zu erschließen. „Im Gegenzug könnten wir die Unterführung am Ziegeleiberg schließen“, sagte Neißner.

Wohin mit dem Verkehr?

„Bekommen wir dann über acht Jahre ständig Umleitungen über die Dörfer“, fragte CDU-Politiker Heinz-Jürgen Richter in der Sitzung und forderte die Stadt auf, bei den Verkehrslenkungen Einfluss zu nehmen. Das will sie laut Neißner auch tun, aber derzeit gibt es in diesem Bereich noch keine Planungen. Richter hofft, dass die Brückenbauwerke im Einschubverfahren errichtet werden können – als per Vormontage an der Baustelle, um sie dann am Stück an ihren endgültigen Platz zu bugsieren.

Wenigstens an der Nordstraße, nach derzeitigem Stand Baustelle Nummer zwei nach Himmelreich, gibt es eine Alternative. Dort liegen die Bundesstraßenbrücke und das städtische Bauwerk direkt nebeneinander. Die eine kann somit während der Bauarbeiten Ausweichstrecke für die andere werden. An anderen Stellen sind die Verhältnisse aber unkomfortabler.

Von Bernd Haase

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