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Neustadt Kaufhaus-Sanierung liegt im Zeitplan
Umland Neustadt Kaufhaus-Sanierung liegt im Zeitplan
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00:16 07.07.2018
Noch versperren Planen die Sicht auf die neue Fassade in der Marktstraße. Quelle: Mirko Bartels
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Neustadt

Funken stieben. Hinter der Flexmaschine entsteht ein kleines Feuerwerk und verglüht auf dem rohen Betonboden, während sich die Trennscheibe in das Blech einer Abdeckung frisst. „Wir liegen im Zeitplan, und sind sehr zufrieden mit den Fortschritten, die wir machen“, sagt Jost Kemmerich, der die Sanierung des ehemaligen Kaufhauses Hibbe leitet. Bis 2014 hatte das Traditionsunternehmen in der Kernstadt Textilien, Spielzeug, Haushalts- und Schreibwaren sowie Fahrräder und Sportartikel verkauft.

Wo einst Kunden auf 3300 Quadratmetern Verkaufsfläche bedient und beraten wurden, gibt es im Moment außer Beton, Stahl, Rohren und Kabel nicht viel zu sehen. Betriebsamkeit herrscht dennoch. Arbeiter haben das noch durch Planen verhängte Gebäude in den vergangenen Monaten entkernt und richten es nun nach zeitgemäßem Baustandard und den Anforderungen der künftigen Mieter wieder her. Die Rolltreppen etwa, die früher die Etagen verbanden und das Bild prägten, sind überflüssig geworden.

Freier Blick in die Fläche: Hier zieht bald das Tanzcentrum Kressler ein. Quelle: Mirko Bartels

„Wir bauen eine komplett neue Brandschutzverkleidung um die Stahlskelett-Struktur des Hauses ein“, sagt Kemmerich. Seit der Eröffnung 1966 sei das Gebäude immer wieder erweitert worden – nicht nur geschäftlich. Über Jahre hat die Inhaberfamilie im Gebäude gewohnt. Der Umbau ist nun eine spannende Herausforderung für die Mitarbeiter des Investors, dem Neustädter Immobilienunternehmer Dirk Wilhelm Rahlfs.

Einen Anbau haben die Bauarbeiter hinzugefügt; um rund 100 Quadratmeter ist das Gebäude dadurch gewachsen. So entsteht mehr Fläche für die schwedische Modekette H&M. Auf 1400 Quadratmetern Verkaufsfläche wird es im Erdgeschoss bald wieder Mode an der Marktstraße 27 geben. „Diesen Gebäudeteil übergeben wir als so genannten veredelten Rohbau“, sagt Kemmerich. Die letzten Handgriffe des Innenausbaus übernehmen Firmen des Modekonzerns, der nach eigenen Angaben Anfang September eröffnet. Im Bau besonders auffällig sind die riesigen Lüftungsanlagen, die für H&M eingebaut werden. Die Schächte sind zum Teil fast zwei Meter hoch; insgesamt gut tausend laufende Meter Rohre sorgen künftig für Frischluft. Die Anlage dafür steht für die Kunden unsichtbar auf dem Dach. Auch die gut zehn Kilometer Kabel, die bislang gezogen wurden, werden sie nicht zu sehen bekommen. Die Haustechnik bleibt hinter den Kulissen verborgen.

Es wird viel gewerkelt hinter den Planen in der Neustädter Innenstadt. Im Herbst soll das Gebäude des ehemaligen Kaufhaus Hibbe wieder seine Türen öffnen. Mode gibt es dann nur noch im Erdgeschoss.

Gut sichtbar wird hingegen die neue Fassade aus Dietfurther Kalkstein sein. Spezielle hoch entspiegelte Schaufenster sollen den Blick auf die Mode im Erdgeschoss freigeben. Möglichst viel Fensterfläche war nur eine der Vorgaben der Modekette an das Immobilienunternehmen und wird auch für den Mieter des ersten Obergeschosses berücksichtigt. Die Kette „Fitness Future“ eröffnet dort auf 1900 Quadratmetern für Sportbegeisterte, die dann während der Trainingseinheiten direkt in die Marktstraße schauen können. Kursräume und Sauna werden in den hinteren Gebäudeteil einziehen; wo es früher Fahrräder und Haushaltswaren gab. Den dritten Stock schließlich belegt die Neustädter Filiale der Garbsener der Tanzschule Kressler. Rund 900 Quadratmeter stehen ihr zur Verfügung.

„Wir haben die Immobilie gern für Neustadt übernommen und erhoffen uns von der Modernisierung und den neuen Unternehmen am Standort einen positiven Impuls für die Innenstadt“, sagt Immobilienunternehmer Rahlfs. Im September sollen die Gerüste dann verschwunden und die Schlüssel an die neuen Mieter übergeben sein.

Von Mirko Bartels

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