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Neustadt Landwehr-Sanierung bringt Verkehrsprobleme
Umland Neustadt Landwehr-Sanierung bringt Verkehrsprobleme
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15:08 27.06.2018
Im Bereich der Landwehr brauchen die Autofahrer häufiger Geduld – auch ohne Baustelle. Quelle: Benjamin Behrens
Neustadt

Mit Straßenbaustellen und ihren Auswirkungen hat die Stadt Neustadt mittlerweile ständig zu kämpfen. Ende des Jahres beginnt das nächste Projekt an, das die Verkehrsplaner vor eine kniffelige Aufgabe stellt. Die Region lässt die Kreisstraße 347, die Landwehr, in drei Bauabschnitten binnen drei Jahren für geschätzte Kosten von 4,7 Millionen Euro sanieren.

Während zwischen Königsberger Straße und Bahnunterführung lediglich eine neue Fahrbahndecke aufgebracht werden soll, stehen im weiteren Verlauf Grundsanierungen an. Problematisch wird nach Einschätzung von Neustadts Verkehrskoordinator Benjamin Gleue besonders der erste Bauabschnitt zwischen Königsberger Straße und Kleinem Tösel, der dann für den Autoverkehr voll gesperrt wird, nicht aber für Fußgänger und Radfahrer.

Der Bereich wird laut Gleue täglich von bis zu 15.000 Autos befahren, davon hauptsächlich von Anliegern aus den angrenzenden Wohngebieten. Ausweichstrecken sind die Memeler Straße im Norden und die Siemensstraße im Süden. „Die Memeler Straße ist in Teilbereichen eng, die Siemensstraße hat einen Bahnübergang“, erklärt Gleue.

Das dürfte besonders für den Lastwagenverkehr Probleme mit sich bringen. Die Landwehr wird unter anderem von Lieferfahrzeugen des Torfwerks ASB Grünland benutzt. „Wir verhandeln mit der Region derzeit darüber, die Moorstraße während der Bauarbeiten für Lastwagen freizugeben“, sagt Gleue. Diese würden dann einen Umweg über Schneeren nehmen und das Werk aus Richtung Osten anfahren. Mardorf wäre davon nur wenig betroffen, Schneeren mit seiner kurvenreichen Ortsdurchfahrt aber stark.

Diese Aussicht hat bereits die Ortsräte auf den Plan gerufen. „Wir haben das Thema auf unserer vergangenen Sitzung angesprochen und sind beunruhigt“, sagt Schneerens Ortsbürgermeister Stefan Porscha. Man wolle von Stadt und Region möglichst frühzeitig aktuelle Informationen erlangen, um noch Einfluss nehmen zu können. Sollte es zu den Umleitungen des Lastwagenverkehrs kommen, werde sicher ein umfangreicher Forderungskatalog für begleitende, verkehrssichernde Maßnahmen vorgelegt.

Ein Szenario beunruhigt die Stadt. „Wenn die Sanierung der B-6-Brücke nicht wie angekündigt bis Ende des Jahres fertig wird, kann Neustadt zwei gleichzeitig laufende große Straßenbaustellen nicht verkraften“, sagt Gleue. Andererseits bestehe auch bei der Landwehr Zeitdruck. Die Sanierung wird vom Bund finanziell gefördert – unter der Voraussetzung, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen.

Von Bernd Haase

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