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Neustadt Nabu und Heimatverein bitten zum Apfeltag
Umland Neustadt Nabu und Heimatverein bitten zum Apfeltag
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12:33 10.09.2018
Reinhard Hoffknecht zeigt eine Hand voll Gravensteiner Äpfel. Quelle: Benjamin Behrens
Schneeren

Wenn die Obstbäume viel mehr Früchte tragen, als man selbst essen oder verarbeiten kann, gibt es eine Lösung. Am Mittwoch, 19. September, macht der Most-Express aus Hildesheim Station vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Schneeren, um aus dem angelieferten Obst leckeren Apfelsaft herzustellen. Reinhard Hoffknecht, Vorsitzender der Neustädter Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu), hatte die Idee dazu. „Der Heimatverein ist auch dabei, das finde ich ganz toll“, sagt Hoffknecht.

Kein Konzentrat, zusätzlicher Zucker oder andere Ergänzungen kommen in den Saft. Was in Schneeren abgefüllt wird, ist Natur pur. „Die Mosterei will zwei Tonnen Äpfel zum Verarbeiten haben, damit sie kommen“, sagt Hoffknecht. Diese Mindestmenge ist allein schon durch die Wiesen des Heimatvereins und des Nabu gesichert. Dort wachsen Sorten wie etwa Ontario, Boskoop , Gravensteiner, Krügers Dickstil oder der Rote Herbstkalvill. „Ich werde mein Obst auch mitbringen“, sagt der Nabu-Vorsitzende.

Aber natürlich sollen Neustädter auch ihre eigenen Äpfel zu Saft verarbeiten lassen können. Eine Einschränkung gibt es: Kleinmengen unter 100 Kilo lassen sich aus zeitlichen Gründen nicht getrennt mosten. Daher bittet der Nabu Interessierte, ihre Äpfel bis 9.30 Uhr am Veranstaltungstag anzuliefern, sie werden dann denen der Streuobstwiesen hinzugefügt. Wer mehr als 100 Kilo anliefern will, wird gebeten, sich telefonisch unter (0 50 36) 12 44 anzumelden. Ab 12 Uhr werden die größeren Mengen verarbeitet.

Der Saft wird in sogenannte Bag-in-Box-Verpackungen abgefüllt und zuvor auf 80 Grad erhitzt. Die Kunststoffblase im Inneren schließt luftdicht ab und bleibt auch in diesem Zustand, wenn das Getränk über den eingebauten Zapfhahn entnommen wird. Daher sei der Saft auch mindestens ein Jahr beziehungsweise nach Anbruch drei Monate haltbar – ohne Kühlung, verspricht Hoffknecht. Für ihn selbst gehört ein Glas des naturtrüben Getränks zu jedem Frühstück dazu. „Ich genieße das einfach, diesen Saft zu trinken“, sagt er.

Von Benjamin Behrens

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