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Neustadt Neuer leitender Arzt in der Gefäßchirurgie
Umland Neustadt Neuer leitender Arzt in der Gefäßchirurgie
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00:16 05.10.2018
Arbeiten Hand in Hand: Dr. Harald Lichtblau (von links) mit seinem Nachfolger in der Gefäßchirurgie Dr. Thomas Wagner. Quelle: Bernhard Koch
Neustadt

Der eine geht, wenn der andere bereits da ist. Das ist es, was man einen reibungslosen Übergang nennt. Und der ist dem Klinikum Neustadt für die Abteilung Gefäßchirurgie gelungen. Dr. Harald Lichtblau verabschiedet sich zum Jahresende nach 26 Jahren am Neustädter Krankenhaus in den Ruhestand.

Sein Nachfolger Dr. Thomas Wagner hat am Montag bereits seinen Dienst angetreten und wurde vom leitenden Oberarzt Lichtblau vor einem Jahr selbst ausgewählt. „Ein Novum, dass der Ausscheidende gefragt wird, wer der Neue sein soll“, sagt Lichtblau. Die beiden Ärzte seien sich sofort symphatisch gewesen, als sie sich vor einigen Jahren begegnet sind. Die zwei Mediziner haben bei demselben Arzt in Bad Oyenhausen das Fachwissen über die Gefäßchirurgie erlernt.

Thomas Wagner, der zur Zeit noch in Porta Westfalica lebt, war bis vor kurzem im Krankenhaus in Nienburg tätig und besitzt die Zusatzausbildung zum endovaskulären Chirurgen, kann also auch innerhalb von Blutgefäßen operieren. Der Mountainbike-Fan wird sich bald eine Wohnung in der Region suchen, wie er sagt.

Gefäßerkrankungen häufiger

Im Klinikum Neustadt werden pro Jahr rund 1200 Operationen in der Gefäßchirurgie durchgeführt. „Wir müssen in den nächsten zehn Jahren mit Verdopplung der Zahl von Gefäßerkrankungen rechnen“, erklärt Wagner. Auffällig sei, dass vor allem immer mehr junge Leute von Erkrankungen der inneren Gefäße betroffen seien. Zu den Hauptrisikofaktoren zähle bei diesen Krankheiten vor allem das Rauchen, aber auch Erkrankungen des Fettstoffwechsels und Diabetis Mellitus.

Zudem gehören Männer ab dem 65. Lebensjahr zu der Risikogruppe. Ein Symptom, das oft verkannt werde, sagt Lichtblau, seien schmerzende Beine nach kurzem Fußmarsch – auch „Schaufenster-Krankheit“ genannt. Eingriffe führe das Team um Lichtblau und Wagner vor allem an Hals- und Bauchschlagadern durch, wo sogenannte „Stents“ gesetzt werden.

Noch gehören solche Tätigkeiten zu seinem beruflichen Alltag zu, aber schon bald kann sich Harald Lichtblau wieder neuen Interessen widmen. „Ein Traum meiner Ehefrau war immer ein Schwedenhaus. Das haben wir in Wunstorf-Kolenfeld gebaut, ein Außen-Whirlpool und eine Sauna gehören auch dazu.“ Zudem will sich der 64-Jährige dem Klavierspiel widmen und viel Zeit mit seiner fünfjährigen Enkelin verbringen. „Und wenn mir langweilig wird, komme ich mal vorbei und schaue, was Herr Wagner macht“, sagt der Oberarzt und lacht.

Von Marleen Gaida

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