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Neustadt Politik will Schulsozialarbeit erhalten
Umland Neustadt Politik will Schulsozialarbeit erhalten
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12:40 18.11.2018
Am Geld soll die Schulsozialarbeit nicht scheitern, wenn es nach CDU und Grüne/Linke geht. Quelle: Pixabay
Neustadt

 Nach einer Anschubfinanzierung von Bund und Land muss sich die Stadt wohl darauf einstellen, die Schulsozialarbeiterstellen weiter selbst zu finanzieren. Darauf weist Stefan Porscha hin, der Bürgermeisterkandidat der CDU.

Die Stellen waren vor Jahren mit einer Anschubfinanzierung des Bundes eingerichtet worden, dann zogen sich Bund und Land zurück. Statt die Stellen auslaufen zu lassen, entschied der Rat 2014, sie für zunächst zwei Jahre weiter zu bezahlen, 2016 dann noch einmal für drei Jahre. Es geht um rund 200.000 Euro für die insgesamt sechs Sozialarbeiter, die mit 3,5 Stellen an Neustadts Schulen tätig sind. Man habe jeweils betont, die Leistung werde nur vorübergehend gezahlt, bis das Land sie vollständig übernimmt – doch das sei heute nicht in Sicht.

Nun habe er Signale aus der Stadtverwaltung erhalten, die Finanzierung sollte Ende 2019 definitiv auslaufen, sagt Porscha. Das kann Stadtsprecherin Pamela Klages nicht bestätigen: „Im Zuge der Konsolidierung der Personalkosten werden auch die Schulsozialarbeiter überprüft“, sagt sie. Allerdings könne nur der Rat entscheiden, ob sie herausgenommen werden, es gehe schließlich um eine wichtige schulpolitische Frage. Eine Entscheidung werde im Frühjahr herbeigeführt. Porscha will sich für die Weiterführung einsetzen, wie er sagt. Die Kosten für die Sozialarbeit seien eine relativ kleine freiwillige Leistung, die große Probleme bereiten würde, sollte sie wegfallen.

Das sieht auch die Grüne/Linke-Fraktion im Rat so: „Was dort geleistet wird, können wir mit keiner anderen Maßnahme abdecken. Die Schulsozialarbeit ist aktuell wichtiger denn je“, sagt der bildungspolitische Sprecher Stephan Iseke (Linke). „Diese Haltung der Fraktion ist aber nicht neu. Da die Schulsozialarbeit nicht vom Land unterstützt wird, haben unsere Fraktion und auch Bürgermeister Uwe Sternbeck um jeden Arbeitsplatz gekämpft“, bekräftigt Grünen-Sprecher Dominic Herbst.

Von Kathrin Götze

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